Klima Kunst Kultur: Buch Theater Diskussion

Afrikanische Frau arbeitet am Wasser, Feuer im Hintergrundzum Vergrößern anklicken
Osodis Bilder aus dem Nigerdelta lassen keinen Zweifel daran, was die Ursachen des Klimawandels sind
Quelle: Oil Rich Niger Delta 2003 – 2007 George Osodi c/o Zphotographic Ltd.

Eine Veranstaltung des Umweltbundesamtes und des Goethe-Instituts, 8. Juli 2015

Dass der Klimawandel wesentlich durch Menschen verursacht ist, ist inzwischen eine Gewissheit. Auch über dessen gravierenden Auswirkungen auf Ökosysteme, die Weltbevölkerung und die Wirtschaft besteht Konsens. Doch welche Konsequenzen ziehen wir aus diesem Wissen? Wie auf etwas reagieren, das uns Menschen so abstrakt erscheint wie der Klimawandel? Der von Johannes Ebert und Andrea Zell für das Goethe-Institut herausgegebene Band „Klima Kunst Kultur“ versammelt Essays und Interviews und stellt künstlerische Projekte zu den Folgen des Klimawandels und ihren Verursachern in aller Welt vor. Die Herausgeber gehen der Frage nach, wie eine Kultur aussehen kann, die das Klima schützt und bewahrt.
 
Mit Blick auf den bevorstehenden Klimagipfel in Paris will das Goethe-Institut gemeinsam mit dem Umweltbundesamt in Dessau über den theoretischen Ansatz des Buches diskutieren. Bei einer Podiumsdiskussion gehen Vertreterinnen und Vertreter aus Kultur, Politikberatung und Wissenschaft gehen der Frage nach, wie ein Umdenken der ganzen Gesellschaft im Hinblick auf den Klimawandel in Gang gesetzt werden könnte.  Welche Rolle spielen hierbei die Geisteswissenschaften? Und welche Anregungen gehen bei diesem Bewusstseinsprozess von Kunst und Kultur aus? Welche Chancen haben sie, gehört zu werden?

Den Einstieg in das Zusammenspiel von Klima, Kunst und Kultur liefert der szenische Skizzenblog „Wetter.Wörter“, den der Jugendclub des Anhaltischen Theaters Dessau aufführen wird. Gemeinsam mit dem Regisseur David Ortmann haben die Jugendlichen untersucht, wie man Blogtexte über die Folgen des Klimawandels in lebendiges Theater verwandeln kann. Entstanden ist keine Lesung, vielmehr sind es improvisierte Szenen, theatrale Situationen, Übertreibungen und provokante Thesen zu einer Situation, mit der wir alle mehr oder weniger leben lernen müssen. Die der szenischen Installation zugrunde liegenden Texte sind dem Buch sowie den Artikeln entnommen, die das Goethe-Institut weltweit bei lokalen Bloggern eingeworben hat, die Textfassung besorgte der Dramaturg Andreas Hillger. Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie herzlich ein.

Mittwoch, 8. Juli, ab 17 Uhr im Umweltbundesamt, Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau-Roßlau

Programm

17 Uhr: "Wetter.Wörter.Ein szenischer Skizzen-Blog"; Jugendclub des Anhaltischen Theaters Dessau

18 bis 19:30 Uhr: Podiumsdiskussion mit:

Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts
Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes
Dr. Claudia Perren, Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau
Prof. Dr. Angelika Poferl, Soziologin
Prof. Dr. em. Joachim Radkau, Historiker

Moderation: Jürgen König, Deutschlandradio Kultur

Veranstaltungsort: Umweltbundesamt, Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau-Roßlau
Der Eintritt ist frei.

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 Kunst und Umwelt