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Internationaler Umweltschutz, Antarktis

Umweltbundesamt und Bundesamt für Strahlenschutz ermöglichen Schulungen für Mitarbeiter des estnischen Umweltamts zum Strahlenschutzes

Letzte Änderung: 26.03.2012

Zentrale des BfS in Salzgitter. Foto: BfS
Zentrale des BfS in Salzgitter. Foto: BfS
2009 wurde in Estland das Strahlenschutzamt (Kiirguskeskus) zusammen mit anderen Umweltschutzbehörden in das neu geschaffene Umweltamt (Keskkonnaamet, Environmental Board) integriert. Vor diesem Hintergrund äußerte das estnische Umweltministerium gegenüber dem deutschen Bundesumweltministerium (BMU) den Wunsch, leitende Mitarbeiter der Abteilung für Nukleare Sicherheit des neuen Umweltamts in Deutschland fortzubilden. Im Rahmen des Beratungshilfeprogramms entwickelten deshalb Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zusammen mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) und dem Max-Rubner-Institut (MRI) auf Grundlage der Themenwünsche individuelle einwöchige, themenspezifische Studienbesuche für drei Mitarbeiter des estnischen Umweltamts zu für Estland relevanten Einzelaspekten des Strahlenschutzes.

Die Studienbesuche führten zu den verschiedenen Standorten des BfS (Salzgitter, Oberschleißheim/Neuherberg, Berlin), des LfU (Augsburg) und des MRI (Kiel, Schädtbek). Vermittelte Themen waren unter anderem:

Die Messnetzzentrale des bayerischen Kernreaktor-Fernüberwachungssystems wurde ebenso besucht wie ein Strahlenschutzlabor des LfU und das Radon-Labor des BfS. Auf dem Versuchsgut des MRI wurde die Entnahme von Proben geübt.

Die Schulungen befähigten die estnischen Entscheidungsträger, Entscheidungen zum (auch grenzüberschreitenden) Strahlenschutz zukünftig auf einer besseren Wissensgrundlage treffen zu können. Umweltpolitisch leistete das Projekt einen Beitrag zur Umsetzung des 1992 mit Estland unterzeichneten bilateralen Ressortabkommens über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Umweltschutzes, mit dem sich das BMU verpflichtete, Estland bei der Stärkung des Umweltschutzes zu unterstützen.

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