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Internationaler Umweltschutz, Antarktis

Alpen im Wandel - Alpenkonvention

Letzte Änderung: 13.07.2011

Die Alpen sind der größte Natur- und Kulturraum Mitteleuropas. In acht Staaten prägen sie Landschaft und Leben der Alpenbevölkerung und ziehen mit ihrer faszinierenden Schönheit Erholungssuchende aus der ganzen Welt an. Klimatische und naturräumliche Besonderheiten und Extreme machen die Alpen aber auch zu einem besonders empfindlichen und gefährdeten Ökosystem. Umweltprobleme können hier schnell zur existenziellen Bedrohung von Pflanzen, Tieren und dem Menschen führen.

Die Alpen werden seit etwa 6.000 Jahren vom Menschen fundamental beeinflusst. In jüngerer Zeit haben insbesondere die modernen Nutzungsformen wie der Tourismus, die Wasserkraft und der Transitverkehr zu gravierenden Umgestaltungen der alpinen Natur- und Kulturlandschaften geführt. Darüber hinaus sind die Alpen in erheblichem Maße von europäischen Entwicklungen beeinflusst. Die alpine Landwirtschaft ist der Konkurrenz des europäischen Marktes nicht mehr gewachsen. Der Bergwald leidet unter dem Einfluss großräumiger Luftverunreinigungen und den Folgen des internationalen Transitverkehrs.

Der Nachfragerückgang im Tourismus führt zur wirtschaftlichen Schwächung von Gemeinden, die ihre Entwicklung mit Schwerpunkt auf diese Einnahmequelle ausgerichtet haben. Der inneralpine Verkehr bringt für viele Alpentäler eine erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität mit sich. Unter den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen weist die Rückkehr zur traditionellen vorindustriellen Landwirtschaft keinen Weg aus der Krise. Vielmehr bedarf es neuer alternativer Entwicklungskonzepte, die ökonomische Sicherheit mit sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Tragfähigkeit verbinden.   

Ziel einer übergreifenden Alpenpolitik muss es sein, die Alpen für all ihre Bewohner als stabilen Lebens- und Wirtschaftsraum im Herzen Europas zu sichern und als einzigartige, vielfältige Natur- und Kulturlandschaft langfristig zu erhalten. Um diesem Ziel gerecht zu werden haben alle 8 Alpenstaaten (Frankreich, Italien, Slowenien, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Monaco, Deutschland) und die EU 1992 gemeinsam ein politisches Rahmenprogramm vereinbart, das den Schutz und die Entwicklung dieses Lebensraumes und dem Prinzip der Nachhaltigkeit Rechnung trägt, die Alpenkonvention. Die generellen Ziele der Alpenkonvention wurden in acht Durchführungsprotokollen

  1. Raumplanung und nachhaltige Entwicklung
  2. Berglandwirtschaft
  3. Naturschutz und Landespflege
  4. Bergwald
  5. Tourismus
  6. Bodenschutz
  7. Energie
  8. Verkehr

und einem Zusatzprotokoll "Streitbeilegung" präzisiert und ausverhandelt. Die darin verankerten Ziele und Maßnahmen zur Durchführung sind Ausdruck und Wertschätzung der Gesellschaft für die Alpen und stecken den Rahmen für eine nachhaltige Entwicklung in den Alpenstaaten. Um die Ziele der Alpenkonvention nicht nur in den einzelnen Unterzeichnerstaaten sondern auch grenzüberschreitend voranzubringen, wurde begonnen auf internationaler, regionaler und kommunaler Ebene Kooperationen, Netzwerke und Projekte ins Leben zu rufen und durchzuführen. Eine dieser internationalen Kooperationen ist die Internationale Alpenschutzkommission (CIPRA).

Die aufgeführten und durch das Umweltbundesamt geförderten Projekte, sind Beiträge zu einer konkreten Umsetzung der Alpenkonvention, wie auch die eingerichtete Arbeitsgruppe „Umweltziele und Indikatoren“ dessen Vorsitz durch das Umweltbundesamt wahrgenommen wird. Die erstellten Produkte wie Berichte, Broschüren, eines Filmtrailers und eines Filmes auf DVD können entweder beim Sachgebiet Umweltinformation des Umweltbundesamt bestellt oder aber als digitale Version geladen werden.

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