Gymnasium Philanthropinum

Das Gymnasium Philanthropinum beteiligte sich als dritte und letzte Schule Anfang 2008 am Kunstprojekt „This This“. Lesen und hören Sie Interviews mit den Beteiligten, die Gundel Köbke in der Schulbibliothek und in der Kantine des Umweltbundesamtes geführt hat.

Inhaltsverzeichnis

 

Martin Stallmann, UBA-Mitarbieter

Martin Stallmann ist 23 Jahre alt. Er arbeitet in der Pressestelle des Umweltbundesamtes und beschreibt, was ihn bei „seinem“ Schüler vom Philanthropinum überrascht hat:

„Ich war teilweise extrem überrascht muss ich sagen. Er hat spontan angefangen mit Themen wie Dieselrußfiltern aus Pkws. Da möchte er gerne etwas Neueres entwickeln. Und er hat mich auch nach diesen Unterwasserturbinen von EON gefragt, was er in der Werbung gesehen hat, wie sich das denn mit der Umwelt verhält. Und da musste ich selbst kurz überlegen, was ich denn darauf antworte. Ich konnte ihm ein paar Sachen sagen, was ich weiß, aber das war toll, was er für ein Interesse hatte.Am meisten überrascht hat mich wirklich dieses spontane und sehr offene Kind. Ich muss sagen, ich hatte wirklich Angst, dass mir jetzt ein Kind begegnet, das nicht selbst mit irgendwelchen Themen kommt und nicht wirklich gesprächsbereit ist – vielleicht ein bisschen eingeschüchtert auch durch mich. Und da war ich wirklich sehr froh, so einen aufgeweckten Jungen vor mir zu haben. Also der Gesprächsstoff ist uns nicht ausgegangen, das fand ich sehr positiv und es hat einfach Spaß gemacht, sich zu unterhalten.

Ich bin jetzt auch noch nicht so alt und so lange aus der Schule. Ich habe dieselbe Schule besucht wie er, das Philanthropinum, und da konnte man sich noch über einige andere Sachen unterhalten – wie verschiedene Lehrer, die ich auch mal grüßen konnte. Und so konnte ich ihm auch noch ein paar Sachen sagen, wie es bei mir aussah mit der Schule nach dem ich mit dem Abitur fertig war und wie ich hierher gekommen bin zum Umweltbundesamt. Gut, große Lebensratschläge kann ich ihm nicht geben, aber ihm da zu zeigen, wie ein Weg sein könnte, weil er auch noch nicht genau weiß, was er mal machen möchte. Und nach unserem Tag muss ich sagen, wäre ich nicht überrascht, wenn ich Dominic mal irgendwann wiedersehen würde – hier im Umweltbundesamt als Mitarbeiter.“

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Martin Stallmann

UBA - Kunst & Umwelt - Tino Sehgal 2007/2008

Quelle:
Tino Sehgal
 

Sabine Huck, UBA-Mitarbeiterin

Sabine Huck, die im Umweltbundesamt in der Pflanzenschutzmittelzulassung für toxikologische Bewertung arbeitet, erlebte in Dessau-Ziebig eine Überraschung.

„Wir waren bei der Christenlehre. Sie hatte nachmittags einen Termin bei der Christenlehre. Ich bin aus Westdeutschland, bei uns hieß das Jungschar – also praktisch ein Jugendkreis mit Kindern in der Kirche, einmal in der Woche. Und dann hat sie mir erst mal die Kirche gezeigt, was natürlich schön war, sie konnte mir auch etwas zeigen. Und dann habe ich da mitgemacht. Da waren noch mehr Kinder, drei Kinder waren insgesamt in der Gruppe, die schon einmal im UBA waren und da haben wir uns dann auch ein bisschen ausgetauscht. Ich war aber die erste, die dort mit hingekommen ist, so dass auch die Gruppenleiterin es sehr spannend fand und auch mal ein bisschen nachgefragt hat. Und dann habe ich einfach mitgemacht und wurde sehr genau beäugt, ob ich denn wohl auch das Glaubensbekenntnis sprechen kann. Ich habe durchaus die Blicke gespürt, dass die Kids geguckt haben, ob ich das denn wohl kann…Und durch die Aktion, die sie halt organisiert hat, war es halt auch so, dass das durchaus nachwirken könnte.

Die Gruppenleiterin, die in mehreren Schulen Religion unterrichtet, war ja sofort interessiert und hat gesagt, könnten wir nicht auch mal mit einer Klasse kommen und mit einer Gruppe kommen und ich habe gesagt, na klar.Also ich habe ein Kind im gleichen Alter insofern wusste ich so ungefähr, was auf mich zukommt. Ich habe zwar einen Jungen und das war ein Mädchen, aber ich habe mich gefreut, dass sie so interessiert war. Was ich ganz witzig fand: Ziebig ist nun nicht so weit, man kann da durchaus zu Fuß hingehen. Sie wollte aber partout nicht zu Fuß dahingehen, sondern wir sind mit dem Bus gefahren. Wir haben dann zehn Minuten auf den Bus gewartet, in der Zeit hätten wir auch fast hinlaufen können. Das fand ich dann wieder eine ganz typische Sache.“

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Sabine Huck

UBA - Kunst & Umwelt - Tino Sehgal 2007/2008

Quelle:
Tino Sehgal
 

Ulrich Claussen und Birgit Mohaupt-Jahr, UBA-Mitarbeiter

Ulrich Claussen leitet das Fachgebiet Meeresschutz im Umweltbundesamt und Birgit Mohaupt-Jahr befasst sich als Wissenschaftliche Mitarbeiterin hauptsächlich mit der Wirkung von Luftschadstoffen auf terrestrische Ökosysteme. Beide waren davon angetan, dass sie sich so gut mit den Kindern unterhalten konnten.

Ulrich Claussen
„Es fing erst mal schleppend an, weil er sicherlich schüchtern war und nicht so viel von sich erzählen wollte, aber ich habe ihm dann ein paar Würmer aus der Nase gezogen und dann wurde er immer aufgeschlossener und wir hatten viel Spaß und er war auch ziemlich helle. Wir waren auch noch bei einer Kollegin, die für die Antarktis arbeitet, also den Vollzug für Antarktis macht, und dort gibt es eine Bastelei mit Styropor und Tieren, die in die Antarktis gehören. Dann haben wir ihn ein bisschen gefragt, was er da so sieht und ihm dann auch versucht, eine Fangfrage zu stellen, wo denn der Eisbär jetzt wäre. Und da sagte er: “Eisbären gehören nicht in die Antarktis, die sind nur am Nordpol.” Also ich fand für das Alter war er ziemlich aufgeweckt.“

Birgit Mohaupt-Jahr
„Von der Ausbildung bin ich Mathematiker und das hat auch meine Schülerin ein bisschen verwundert. Aber auch als Mathematiker kann man biologische Vielfalt als Thema betrachten. Ich fand, dass sie sehr locker mit mir reden konnte, also man hat keine Beklemmung gemerkt und ich finde das toll, wenn Jugendliche so durch die Welt gehen können. Was man merkt ist, dass man mit der Vielfalt der Umweltprobleme die Schüler natürlich erst mal bombardiert. Und dass sie zunächst keine Fragen haben.

Am meisten beeindruckt hat sie schon das Gebäude von innen und wie man so arbeitet, dass der Arbeitstag sehr oft nicht acht Stunden hat, wenn man engagiert arbeiten will. Also dieses Engagement von vielen Mitarbeitern geht doch sehr weit über den normalen Dienst hinaus, das habe ich schon versucht, darzustellen.

Sie hatte sich Gedanken gemacht, ins Kino zu gehen oder ins Naturkundemuseum. Wir haben uns dann für das Naturkundemuseum entschieden. Das hat ihr gefallen und mir gefallen und es war auch das Thema Biodiversität in Böden, was da gerade ausgestellt war; und da konnten wir das praktisch, was sie vormittags bei uns im Amt gesehen hat, nachmittags noch ein bisschen aufbereiten und erläutern.“

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Ulrich Claussen und Birgit Mohaupt-Jahr

UBA - Kunst & Umwelt - Tino Sehgal 2007/2008

Quelle:
Tino Sehgal
 

Bilge Yildrim und Helene Müller

Die zehnjährige Bilge Yildrim und die elfjährige Helene Müller hatten für den Nachmittag mit ihren UBA-Mitarbeiterinnen zuerst andere Pläne.

Bilge Yildrim
„Also ich wollte eigentlich zu meiner Theater-AG und dann habe ich erst erfahren, dass die ausfällt an dem Tag. Also wir sind dann noch ein bisschen in der Schule rumgelaufen, da habe ich ihr ein paar Sachen gezeigt, auch die Räume wo drin Unterricht haben und habe ein bisschen was über die Schule erzählt: Das Philanthropinum, der Name heißt ja auch die Schule der Menschenfreunde – und das weiß ja nicht jeder… kannst du dir einen Beruf vorstellen, der mit Umweltschutz zu tun hat? Also ich weiß nicht, vielleicht werde ich Biologin oder so, ich glaube ich weiß nicht, aber ich glaube ich will lieber Schauspielerin werden. Na ja, ich spiele sehr gern Theater und kann auch gut auswendig lernen.“

Helene Müller
„Ich wollte eigentlich zum Klavierunterricht mit ihr, aber das ist dann ausgefallen und dann sind wir zu mir nach Hause gegangen, weil ich hatte auch an dem Tag Geburtstag und haben wir Kaffee getrunken. Und dann haben wir noch unsere Tiere ein bisschen versorgt, wir haben ziemlich viele Tiere wir haben Hasen, Schafe haben meine Großeltern, die wohnen aber mit bei uns. Dann haben die noch einen Hund, wir haben Pferde und Fische.“

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Bilge Yildrim und Helene Müller

UBA - Kunst & Umwelt - Tino Sehgal 2007/2008

Quelle:
Tino Sehgal
 

Martin Stallmann und Markus Geupel, UBA-Mitarbeiter

Martin Stallmann
„Er hat mir am Anfang erst mal gestanden, dass er keinen richtigen Plan hatte. Er wusste wirklich nicht, wer jetzt auf ihn drauf zukommt, er hatte nur gelesen, der Herr Stallmann… Das hätte auch ein älterer Herr sein können, der viel von Chemie oder Biologie versteht, aber nicht wirklich was von seinem Umfeld, wie er als junges Kind vielleicht etwas im privaten Leben macht. Und da hat er dann den Plan gefasst, mir ein bisschen was von Dessau zu zeigen. Ich bin selbst Dessauer, kenne natürlich viele Ecken, aber wo er mich hingeführt hat, hier in Dessau-Nord mit dem schönen Park, das kannte ich selbst noch nicht.“

Markus Geupel
„Wir sind zusammen zu Alexander nach Hause in sein Kinderzimmer gegangen. Zunächst war ich etwas skeptisch, weil ich mir natürlich vorher überlegt hatte, was wird er mir wohl zeigen, was hat er sich überlegt für mich. Ob wir gemeinsam ins Kino gehen oder gemeinsam in ein Theaterstück oder Museum? Und dann sind wir halt zu ihm nach Hause marschiert.

Ich war total begeistert. Seine Mutter hat uns die Tür aufgemacht uns empfangen und uns auch höflich einen Kaffee angeboten, aber sich ansonsten sehr vornehm zurückgehalten. Sie hat sich gar nicht großartig auf ein Gespräch mit mir eingelassen, sondern die Beziehung zwischen mir und Alexander im Vordergrund gelassen und dann sind Alexander und ich in sein Kinderzimmer hoch gegangen und haben uns auf dem Boden niedergelassen und haben Gesellschaftsspiele gespielt und ich war auf einmal wieder wie vor 20 Jahren ein Schulkind der 10.Klasse oder der fünften Klasse und bei einem Schulkameraden zu Hause zu Gast und wir haben gespielt, das war eine richtig tolle Erfahrung.

Wir haben Tipp-Kick gespielt. Alexander war ein sehr fußballbegeisterter Junge, er hat mir sehr viel von seinen fußballerischen Aktivitäten erzählt und da hat er auch bei mir eine Leidenschaft erwischt, so dass wir uns das ganz gut verstanden haben auf diesem Gebiet.
Tipp-Kick ist ein Spiel, was man auf dem Boden oder auf dem Tisch ausrollen kann, ein Fußballfeld aus Filz. Es gibt zwei Männchen, denen man oben auf den Kopf drücken kann und dann bewegt sich das Bein und mit dem sich bewegenden Bein kann man einen Fußball dann über das Feld hin- und herschießen und ich hab 4:0 gegen Alexander gewonnen.

Danach sind wir in die neuen Medien eingetaucht und haben Fußball als Videospiel, ich glaube FIFA 08 / auf dem Fernseher der Familie gespielt und da hat Alexander wirklich all seine Fähigkeiten bewiesen und mich gnadenlos besiegt. Da hatte ich wirklich keine Chance, weil ich kein Videospielfan.“

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Martin Stallmann und Markus Geupel

UBA - Kunst & Umwelt - Tino Sehgal 2007/2008

Quelle:
Tino Sehgal
 

Paul Schmidt und Ulrich Claussen, UBA-Mitarbeiter

Paul Schmidt
„Herr Claussen, der macht Meeresschutz und hat mir auch sein Büro gezeigt und mit mir auch verschiedene Spiele gespielt zum Thema Meeresschutz. Also er hat mir am Computer gezeigt, wie man Emails schreibt und dass er auch sehr viele auch von anderen Ländern bekommt und dann auch in anderer Sprache eben verschicken muss. Ich habe mir das eigentlich nicht so vorgestellt, ich war doch dann überrascht, aber ich fand es gut, was wir da gemacht haben. Er hat mir auch was geschenkt, einen Beutel vom UBA und hat mir auch eine kleine Plüschrobbe geschenkt – aus Polen. Wo sitzt die jetzt, die Plüschrobbe? Die sitzt auf meinem Schrank oben auf meinem Bücherregal und manchmal ist sie auch in meinem Bett.“

Ulrich Claussen
„Wir hatten als erstes eine Fühlkiste gebastelt, also eine Kiste, wo er nicht reingucken konnte, aber mit den Händen hineinreichen. Darin waren Sachen, die man am Strand findet, Muscheln, anderes Strandgut auch Müll und da musste er dann immer fühlen und erraten, was es ist und dann durfte er rausnehmen und schauen ob es richtig war oder nicht. Das hat ihm glaube ich Spaß gemacht und uns allen hat das Spaß gemacht.

Dann sind wir zunächst in die Schule gegangen, da hat er mir die Schule gezeigt, so die Räumlichkeiten, die Aula, wo er auch Unterricht hat, dann hat er mir die Turnhalle gezeigt, wo er normalerweise Sport, Tischtennis gehabt hätte und sich vorbereiten hätte müssen auf ein Turnier und dann sind wir noch auf den Weihnachtsmarkt anschließend. Da sind wir Kettenkarussell gefahren. Ich habe ihm eine Lakritzstange gekauft und für seinen Bruder auch noch eine und dann habe ich ihn nach Hause gebracht und da hat er mir noch die Wohnung gezeigt.“

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Paul Schmidt und Ulrich Claussen

UBA - Kunst & Umwelt - Tino Sehgal 2007/2008

Quelle:
Tino Sehgal
 

Angela Wilke, Kunstlehrerin

Die Kunstlehrerin Angela Wilke hat das Projekt im Philanthropinum betreut. 38 Schülerinnen und Schüler haben mitgemacht.

„Ich muss sagen, die waren alle sehr begeistert, sie sprudelten förmlich, wenn man sie angesprochen hat. Es war für sie sehr interessant, für viele. Sicher manche sind natürlich ein bisschen schüchterner, manche sind ein bisschen aufgeschlossener gleich von Anfang an, aber eigentlich gab es nur positive Resonanz. Es war so, dass einige dann gefragt haben, ob sie denn jetzt auch noch mitmachen dürfen, obwohl sie sich am Anfang nicht gemeldet hatten.Es ist natürlich für die Kinder schön, dass jemand da ist, der sie, nur sie alleine, den ganzen Tag mit verschiedenen Dingen vertraut macht. Das ist doch anders als wenn man mit einer Klasse dorthin geht. Das ist auch interessant sicher, dann sind die Kinder immer in der Masse und es ist dann Programm für alle. Diese individuelle Sache empfanden sie, denke ich, als sehr schön. Sie haben auch immer wieder betont, die waren ganz nett und die haben mir zu Essen spendiert und es war auch dieser persönliche Draht da. Und das war für die Kinder denke ich auch wichtig, dass sie als Person da auch so wichtig genommen werden. Und ich denke, da öffnen sie sich dann auch schnell für die neuen Ideen.“

„Und ich denke auch, dass bei Eltern, die da wenig Kontakte haben oder Kindern, die da wenig rangeführt wurden, dass dabei so ein bisschen die Tür aufgemacht wurde. Und dass man eben auch sieht: Es ist ein offenes Haus. Wir waren auch schon mit Schülern zur Ausstellung dort, also jetzt direkt vom Unterricht, dass sie dann auch sehen, es ist ein offenes Haus, hier kann ich hingehen, hier kann ich mir das auch angucken, hier kann ich mich informieren, in die Bibliothek gehen. Ich denke, das ist doch ein großer Schritt gewesen und es hat ja auch eine ganze Menge Schüler erfasst.“

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Angela Wilke

UBA - Kunst & Umwelt - Tino Sehgal 2007/2008

Quelle:
Tino Sehgal
 

Laura Senfftleben, Lucas Goldmann und Tobias Tornow, Schüler

Am Vormittag konnten die Schülerinnen und Schüler die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umweltbundesamt und ihre Arbeit kennen lernen.

Laura Senfftleben
„Wir sind erst einmal zum UBA gelaufen, dann hat sie mir ihren Arbeitsplatz gezeigt. Das ist ein Tisch, da steht ein Computer drauf, und mit einem Fenster. Und da sind Schränke, wo sie ihre Sachen und so rein machen kann. Also, als ich da war, hat sie E-Mails gekriegt. Da haben wir die erst einmal durchgelesen und so. Dann hat sie auch zurück geschrieben. Aber ich weiß nicht mehr wirklich, was sie da macht.“

Lucas Goldmann
„Er war auf jeden Fall sehr nett. Und was mich beeindruckt hat, dass er von England extra nach Deutschland kam, um die Stelle anzunehmen. Irgendwas mit Pflanzendüngermittel macht er im Moment, wo ich da war, hat er das gemacht. Hat er mir auch ein paar Sachen erklärt. Hat er eigentlich sehr gut erklärt.“

Tobias Tornow
„Es war lustig mit ihm, hat Spaß gemacht, fand ich. Und ich glaube, er fand´s auch toll. Er hat gesagt, wenn man ihn mit dem Vornamen anspricht, dann ist das so persönlicher und das findet er besser, wenn man da den Vornamen sagt und nicht noch “Herr”?. Er hat einen Igel gefunden auf der Straße, der war verletzt. Und da hat er mich gefragt, ob ich den haben möchte. Da habe ich gesagt “ja”, aber meine Eltern waren damit nicht einverstanden. Dann sind wir noch mal in die Bibliothek reingegangen und dann habe ich mir noch ein Buch ausgeliehen. Das habe ich dann gelesen, das war auch über die Igel. Und dann hat er mich angerufen, also vor ein paar Tagen, und dann habe ich ihm erzählt, was man mit dem Igel machen muss. Und dann haben wir uns auch noch mal getroffen. Und dann habe ich ihm das auch noch mal alles erzählt. Und dann hat er sich das auch aufgeschrieben, und hat das dann mit mir auch gleich gekauft. Der Igel lebt jetzt da im Karton von Bananen, aber die Bananen sind draußen.“

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Laura Senfftleben, Lucas Goldmann und Tobias Tornow

UBA - Kunst & Umwelt - Tino Sehgal 2007/2008

Quelle:
Tino Sehgal
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