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Grüne Informationstechnik
Computer, Internet & Co: 18 Tipps, die Umwelt und Geldbeutel schonen
Letzte Änderung: 07.09.2012
Grüne Informationstechnik – ökologisch und ökonomisch überlegen
Computer und Internet sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie helfen uns bei der Arbeit, bieten schnelle Informationsmöglichkeiten oder gute Unterhaltung in der Freizeit. Unsere 18 Tipps zeigen Ihnen, wie Sie Energie und Ressourcen sparen und damit die Umwelt und Ihren Geldbeutel schonen.
Computer, Internet & Co: 18 Tipps, die Umwelt und Geldbeutel schonen
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Tipp 1: Geräte länger nutzen
Der PC, der Fernseher und das Handy brauchen Strom und das verursacht CO2-Emissionen. Das ist klar. Aber ein neues Gerät hat schon einen „Rucksack", bevor Sie es das erste Mal eingeschaltet haben. Beim Notebook zum Beispiel gehen fast zwei Drittel der über die gesamte Nutzungsdauer zusammengerechneten CO2(eq)-Emissionen auf das Konto der Herstellung (inkl. Transporte und Verwertung). Deshalb sollten Sie Ihre elektronischen Geräte wie Notebook und PC so lange wie möglich nutzen. Das schont das Klima und die anderen Ressourcen.
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Tipp 2: Gebraucht kaufen
Wenn Sie ein neues Handy, einen neuen PC, ein neues Notebook oder ein anderes Gerät brauchen: Darf's ein Gebrauchtes sein? In den einschlägigen Internetportalen finden Sie viele sehr günstige Angebote für gebrauchte und/oder runderneuerte Geräte, oft sogar mit Garantie. Wenn es nicht das allerneueste Modell sein muss, können Sie so sehr viel Geld sparen. Das vorvorletzte Modell bekommen Sie vielleicht sogar geschenkt. Und Sie sparen Energie und Rohstoffe, die sonst für die Herstellung eines Neugerätes nötig gewesen wären.
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Tipp 3: Rüsten Sie ab: Für Texte, Internet und E-Mail brauchen Sie keinen Hochleistungs-PC
Weniger leistungsstarke Computer und damit auch preisgünstigere Geräte reichen für viele Anwendungen völlig aus. Zum Vergleich: Ein „Gamer-PC“ für aufwändige Spiele kann über 300 Kilowattstunden pro Jahr benötigen und damit rund 85 Euro Stromkosten verursachen. Ein sparsamer Mini- oder Kompakt-PC kommt auf nur 30 Kilowattstunden und rund 8 Euro. Auch für den Herstellungsaufwand gilt: Weniger ist besser für die Umwelt. Sie sollten aber keinen funktionierenden PC wegwerfen und durch ein neues, sparsames Gerät ersetzen – den Aufwand für die Herstellung des neuen Gerätes holen Sie in dessen Lebensdauer in den meisten Fällen nicht wieder rein. Vom gesparten Geld können Sie sich schnell ein paar CDs, DVDs oder Musik- und Filmdownloads leisten. Eine Übersicht über typische Verbrauchsdaten der verschiedenen Gerätearten und eine kurze Kaufempfehlung finden Sie unter www.ecotopten.de => Infomieren & Kommunizieren.
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Tipp 4: Nachrüsten statt neu kaufen
Elektronische Geräte belasten das Klima nicht nur durch den Stromverbrauch im Betrieb. Auch die Herstellung ist energieintensiv. Beispielsweise wird während der Lebensdauer eines Notebooks nur etwas über ein Drittel der Treibhausgase bei der Nutzung emittiert. Fast zwei Drittel entstehen durch Herstellung, Transporte und Entsorgung. In jedem elektronischen Bauteil stecken meist auch seltene Metalle wie Gold, Silber, Tantal oder Platin. Ihre Förderung belastet die Umwelt und natürliche Ressourcen ebenfalls. Prüfen Sie deshalb, ob Sie Ihr altes Gerät durch eine Um- oder Nachrüstung wieder fit machen können.
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Tipp 5: Nutzen Sie das Energiesparmanagement Ihres Computers
So wechselt der PC oder das Notebook bei Inaktivität automatisch in einen Schlaf- oder Energiesparmodus. Im Stand-by braucht er dann nur noch wenige Watt. Unter dem Menüpunkt „Energieoptionen“ in der Systemsteuerung (Windows) bzw. „Energie sparen“ in den Systemeinstellungen (Mac OS X) können Sie die Energiespareinstellung individuell anpassen. Sie können frei wählen, wann sich Monitor, Festplatte, Netzwerk und Rechner in den Stand-by-Modus legen.
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Tipp 6: Verzichten Sie auf Bildschirmschoner
Bei modernen Monitoren sind Bildschirmschoner mit wirbelnden, bunten Bildern unnötig. Sie verbrauchen mehr Strom, als wenn der Monitor in den Ruhezustand versetzt (oder „bei Inaktivität einfach abgeblendet“) wird. Weiterhin lässt sich Strom durch Regelung der Helligkeit des modernen Flachbildschirms (TFT-Monitors) sparen. Beides können Sie in den Energieoptionen Ihres Betriebssystems einstellen (siehe Tipp 5).
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Tipp 7: Der Monitor - groß, größer, am größten?
Ein zu kleiner Bildschirm ist bei längerem Arbeiten anstrengend. Aber zu groß darf er auch nicht sein. Bedenken Sie auch, dass der Energieverbrauch des Monitors wie auch die Umweltbelastung bei seiner Herstellung mit der Größe wachsen. Im Elektronikmarkt wirken Bildschirme oft kleiner als zu Hause auf dem Schreibtisch, daher überlegen Sie sich vor dem Einkauf gut, welche Größe Sie wirklich brauchen. Tipps zur Auswahl eines sparsamen Monitors finden Sie unter www.ecotopten.de.
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Tipp 8: Drucken Sie sparsam aus
Am besten drucken Sie nur das, was Sie wirklich in Papierform benötigen, und das standardmäßig doppelseitig und auf Recyclingpapier. Doppelseitiges Drucken können Sie in den erweiterten Druckereinstellungen zum Standard machen. Mit den meisten Druckern können Sie auch verkleinert ausdrucken, zum Beispiel als DIN-A-5-Broschüre. Viel Toner oder Tinte können Sie außerdem sparen, wenn Sie den Entwurfsmodus oder Ähnliches einstellen. Sie sparen Geld und schonen die Umwelt.
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Tipp 9: Ziehen Sie Ladegeräte nach dem Aufladen aus der Steckdose
An die Steckdose angeschlossene Ladegeräte, zum Beispiel für Handy oder Laptop, verbrauchen Strom, auch wenn sie das Gerät gerade nicht aufladen. Deshalb Ladegeräte nach dem Aufladen aus der Steckdose ziehen oder mit einer abschaltbaren Steckerleiste vom Netz trennen.
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Tipp 10: Weniger ist mehr: Multifunktionsgeräte
Drucker, Kopierer, Scanner oder Faxgeräte gibt es auch als vollwertige Multifunktionsgeräte. Die Kombination aller Funktionen in einem Gerät vermeidet den Stromverbrauch im Leerlauf (Stand-by) mehrerer Einzelgeräte. Dies ist deswegen bedeutsam, weil Drucker, Scanner und andere Peripheriegeräte einen großen Teil des Stroms im Stand-by verbrauchen. Ein zusätzlicher Effekt: Um ein Multifunktionsgerät herzustellen, ist ein geringerer Aufwand nötig als für mehrere Einzelgeräte.
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Tipp 11: Orientieren Sie sich beim Kauf neuer Geräte am Umweltzeichen
Umweltzeichen wie der „Blaue Engel“ weisen auf besonders umweltfreundliche Produkte hin. Als Verbraucher finden Sie die Umweltzeichen direkt auf dem Produkt. Detaillierte Kaufempfehlungen finden Sie unter www.blauer-engel.de, www.office-topten.de und www.ecotopten.de.
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Tipp 12: Stellen Sie auf Ökostrom um
Wenn Sie Strom aus erneuerbaren Energien beziehen, leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
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Tipp 13: Schonen Sie aufladbare Batterien oder Akkus
Notebooks haben Lithium-Ionen-Akkus, die bis zu fünf Jahre halten können. Allerdings nur bei richtiger Pflege. Vermeiden Sie, teilweise entladene Akkus ständig nachzuladen. Wenn Sie das Notebook am Netz betreiben, empfiehlt es sich, den Akku herauszunehmen, damit er nicht unnötig hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Wenn Sie das Notebook nur sehr selten unterwegs nutzen, sollten Sie den Akku aber gelegentlich teilweise aufladen, damit er nicht durch die Selbstentladung während der Lagerung tiefentladen wird.
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Tipp 14: Nehmen Sie elektrische Geräte nach dem Gebrauch vom Netz
Elektrische Geräte verbrauchen oft Strom, auch wenn sie nicht in Betrieb sind. Trennen Sie die Geräte deshalb nach dem Gebrauch ganz vom Stromnetz, zum Beispiel durch eine ausschaltbare Steckerleiste. Können Sie Modem oder Router nicht vom Netz nehmen, weil das Gerät Internetzugang und Telefonanschluss kombiniert, lohnt ein Blick in die Bedienungsanleitung: Oft lassen sich einzelne Funktionen wie das WLAN deaktivieren. Router für Telefon und Internet, die ständig am Netz sind, können den Strombedarf eines modernen Kühlschranks erreichen.
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Tipp 15: Energiebewusst surfen heißt sparsam surfen
Nur ein Teil des Stromverbrauchs bei der Nutzung des Internets entsteht durch den Gebrauch des PC und der angeschlossenen Geräte. Einen erheblichen Teil trägt die Netzinfrastruktur für den Stromverbrauch bei.
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Tipp 16: Muss es ein neues Handy sein?
Viele Menschen in Deutschland haben zu Hause Handys, die sie nicht mehr nutzen. Häufig ist ein defekter Akku der Grund für die Mehrfachausstattung. Es gibt diverse Händler vor allem im Internet, die Akkus zu einem kostengünstigen Preis anbieten, so dass Sie Ihr Handy wieder flott machen können. Auch Akkus für ältere Geräte sind erhältlich. So sparen Sie Energie und andere wertvolle Ressourcen für die Herstellung neuer Geräte. Und wenn Sie einen neuen Mobilfunkvertrag abschließen: Viele Netzbetreiber bieten günstige Tarife, wenn Sie Ihr eigenes Handy mitbringen.
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Tipp 17: Wie groß muss mein Fernseher sein?
Bevor Sie sich einen neuen Fernseher kaufen: Überlegen Sie sich, wie groß er sein soll. Im Elektronikmarkt wirken die Geräte oft viel kleiner als zu Hause im Wohnzimmer. Der Stromverbrauch steigt tendenziell mit der Bildschirmgröße - im Extremfall können es einige hundert Kilowattstunden im Jahr sein. Seit Ende 2011 gibt es eine verbindliche Energieverbrauchskennzeichnung für Fernsehgeräte, ähnlich wie man es schon länger von Kühlschränken kennt. Das gibt Ihnen eine Orientierung. Sie sollten jedoch nicht nur auf die Energieeffizienzklasse achten, sondern auch auf den Jahresenergieverbrauch und die Leistungsaufnahme, die auf dem Label angegeben werden. Und auch für den Fernseher gilt: abschalten, wenn er nicht gebraucht wird!
Weitere Tipps finden Sie unter www.ecotopten.de -> Fernsehen & Co. und Informationen zur Energieverbauchskennzeichnung.
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Tipp 18: Entsorgen Sie Elektroschrott richtig
Wenn Ihr alter PC, das Handy, der Fernseher oder andere Geräte wirklich nicht mehr funktionieren, dann ist es Zeit für's Recycling. Elektronische Geräte können Blei, Quecksilber, Cadmium und andere gesundheitsschädliche Stoffe enthalten und gehören deshalb nicht in den Hausmüll. Sie enthalten außerdem wertvolle Rohstoffe wie Gold und Silber, die beim Recycling zurückgewonnen werden können. Sie können helfen, indem Sie Elektronikschrott bei den Sammelstellen der Städte und Gemeinden abgeben.
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Ausführlichere Informationen erhalten Sie in unserer Broschüre „Computer, Internet und Co. - Geld sparen und Klima schützen”.