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Gesundheit und Umwelthygiene

Die Umweltprobenbank des Bundes, Teil Humanproben

Letzte Änderung: 12.03.2008

Die Umweltprobenbank des Bundes (UPB) dient dazu, den Umweltzustand und die Schadstoffbelastung der Menschen in Deutschland zu einem bestimmten Zeitpunkt zu untersuchen, zu dokumentieren und zu archivieren.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sammeln systematisch Umweltproben aus repräsentativen Ökosystemen in Deutschland. Sie charakterisieren die Proben und lagern sie bei Temperaturen unter minus 150 Grad Celsius ein, damit sich die chemische Zusammensetzung der Inhaltsstoffe über Jahrzehnte nicht ändert. Das Archiv für Umweltproben befindet sich im Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie in Schmallenberg.

Die Teilbank Humanproben der UPB archiviert menschliche Probenmaterialien: Blut, Blutplasma, Urin, Speichel und Haare. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen die Stoffeinträge in den Organismus und Prozesse der Stoffverteilung und -umwandlung im Menschen erfassen. Mithilfe dieses Archivs können sie analysieren, mit welchen Schadstoffen und in welcher Menge die Menschen in Deutschland belastet sind und wie sich dies im Laufe der Zeit änderte. Das Archiv für Humanproben ist an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster angesiedelt.

Die Aufgaben bei der Sammlung von Humanproben für die UPB sind:

Zeitliche Trends der Belastungen

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konnten feststellen, dass in den vergangenen 20 Jahren die Belastung der Menschen in Deutschland mit Arsen, Cadmium und Quecksilber unverändert geblieben ist, die Belastung mit Blei und Pentachlorphenol (PCP) hingegen deutlich abnahm. In jüngerer Zeit sind Dioxine (PCDD, PCDF), Polybromierte Diphenylether (PBDE), Perfluoroktansulfonat (PFOS) und Perfluoroktansäure (PFOA) in den Fokus umweltmedizinischen Interesses gelangt. Rückblickende Analysen zeigten, dass die innere Belastung der Testpersonen mit Dioxinen sowie PFOS und PFOA abnahm, die mit PBDE dagegen zunahm. Diese Trends spiegeln sich auch in anderen nationalen Studien wider.

Die Verantwortung für die Umweltprobenbank hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, für die administrative Steuerung und die fachliche Koordination ist das Umweltbundesamt zuständig.

 

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