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Letzte Änderung: 10.08.2010
Als „Multiple Chemikalienüberempfindlichkeit” (MCS) wird ein Symptomenkomplex mit Allgemeinsymptomen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, psychischen Beeinträchtigungen und Störungen verschiedener Organsysteme bezeichnet. Diese Symptome werden von den betroffenen Personen mit der Exposition gegenüber Chemikalien unterschiedlicher Art in Verbindung gebracht, wobei schon Konzentrationen, die andere Menschen ohne Schwierigkeiten vertragen, zu Symptomen führen sollen. Eine klare und allgemein anerkannte Definition, welche Symptome zu „MCS” gehören, und gesicherte Kenntnisse, welche Ursachen dafür verantwortlich sind, existieren bisher nicht.
Im Auftrag des Umweltbundesamtes koordinierte das Robert Koch-Institut mehrere Studien zum MCS-Syndrom:
Die multizentrische Studie zum MCS-Syndrom (Multiple Chemikalienüberempfindlichkeit), bestehend aus drei Forschungsprojekten, wurde im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) durchgeführt und im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit mit Mitteln aus dem Umweltforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) finanziert. Vom Robert Koch-Institut (RKI) koordiniert, beteiligten sich an den Projekten die umweltmedizinischen Ambulanzen der Universitäten zu Aachen, Berlin/Charité, Freiburg, Gießen und München/Ludwig-Maximilians-Universität sowie des Fachkrankenhauses in Bredstedt.
Am 4. September 2003 fand ein Fachgespräch statt, bei welchem die an der Studie beteiligten Kreise - einschließlich der Vertreter von Betroffenen - die bis dahin vorliegenden Ergebnisse aus dem ersten und den beiden weiteren vom BMU zu MCS geförderten Forschungsprojekten diskutierten. Hier finden Sie die Dokumentation zum Fachgespräch.