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Letzte Änderung: 02.09.2010
Regelmäßig mit den Sommerferien berichten Umwelt- und Verbraucherschützer von Chemikalien in Strand- und Badeartikeln, die man besser nicht mit auf die Urlaubsreise nehmen sollte. In Luftmatratzen, Sandalen, Badelatschen oder Gummispielzeugen werden sogenannte Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) besonders oft gefunden. Auch den Rest des Jahres gibt es immer wieder Berichte über PAK, denn nicht nur in der Urlaubszeit, sondern auch alltäglich in Schwimmbädern, im Garten oder auf Spielplätzen werden PAK-haltige Produkte benutzt. Mitunter entstehen die PAK während des Freizeitspaßes, z.B. beim Grillen, oder gar beim Rauchen. Doch was sind sie eigentlich, die PAK, und was macht sie so bedenklich? In welchen Produkten sind PAK enthalten? Wie erkennt man, welche Produkte belastet sind?
Informationen rund um Sommer, Sonne und Hitze, Aktivitäten zu Human-Biomonitoring (HBM) sowie neue Informationsangebote im Internet zu Bioziden sind einige der Themen des APUG-Newsletters Nr. 26. Außerdem informiert der Newsletter über neue Broschüren, internationale Projekte und gibt eine Vorschau auf kommende Veranstaltungen zum Thema Umwelt und Gesundheit.
Themen der aktuellen Ausgabe des „UMID: Umwelt und Mensch – Informationsdienst” sind unter anderem Lyme-Borreliose in den östlichen Bundesländern in den Jahren 2007 bis 2009, Arzneimittel und Medizinprodukte zur Bekämpfung von Kopfläusen sowie Gussasphalt als unerwartete Quelle für eine Innenraumluftbelastung mit Benzol. Die Zeitschrift informiert außerdem über neue Publikationen aus dem Themenbereich Umwelt und Gesundheit.
Ein internationales Fachgespräch des UBA und des BMU erörterte im November 2009 das Auftreten und die Verbreitung von Wärme liebenden Schadorganismen sowie die Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen. Der Tagungsbericht fasst die Vorträge zusammen und gibt einen Ausblick über den zukünftigen Handlungsbedarf.
Lärmbelastungen haben vielfältige Auswirkungen auf unser tägliches Leben. Anhand von Dosis-Wirkungsrelationen können diese Wirkungen abgeschätzt und beurteilt werden. In einem Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes wurden vorliegende Dosis-Wirkungsbeziehungen hinsichtlich Belästigungen, Schlafstörungen, gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Kosten-Nutzen-Funktionen zusammengetragen und vergleichend bewertet.
Der Klimawandel birgt Gesundheitsrisiken: zunehmende Wetterextreme und UV-Strahlung, beeinträchtigte Luft- und Wasserqualität oder die Ausbreitung von Krankheitsüberträgern, zum Beispiel Zecken. Die Ratgeber des UBA informieren über direkte und indirekte Effekte des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit und geben Tipps zur Vorsorge und Anpassung.
Bei den meisten Menschen können die hormonwirksamen Plastikweichmacher Phthalate oder der Plastikgrundstoff Bisphenol A im Körper nachgewiesen werden. Beim Menschen kann die seit 30 Jahren zu beobachtende Verminderung der Spermienqualität und der Anstieg hormonabhängiger Krebserkrankungen zumindest zum Teil durch Umwelthormone hervorgerufen sein.
Ein weiterer Berichtsband mit Ergebnissen aus dem Kinder-Umwelt-Survey (KUS) ist erschienen. Mit dem Bericht werden repräsentative Daten zur Belastung von Kindern mit Schadstoffen aus ihrer Umwelt (Phthalat- und Phenanthrenmetabolite sowie Bisphenol A) bereitgestellt.
Ab sofort gibt es 23 Arbeitsblätter für Grundschüler zu den Themen Innenraumluft, Lärm, Badegewässer, Strahlung, Klimawandel und Chemikalien im Haushalt. Druckexemplare können kostenlos beim BMU bestellt werden. Die von BMU und UBA erarbeiteten Blätter ergänzen die vorliegenden Materialien für die Sekundarstufe. Sie vermitteln Lerninhalte lebensnah und spielerisch, mit Experimenten und Beobachtungen, um das Thema mit allen Sinnen zu erfahren.
Das UBA hat über 70 flüchtige organische Verbindungen (VOC) wie Benzol und Formaldehyd in der Innenraumluft von Haushalten mit 3- bis 14-jährigen Kindern gemessen. Viele dieser Stoffe stammen aus Möbeln, Teppichen, Haushalts- und Hobbyprodukten, Wasch- und Reinigungsmitteln, Kosmetika, Tabakrauch und Bauprodukten. Die Wirkungen auf die Gesundheit können vielfältig sein. In einem Berichtsband aus dem bevölkerungsrepräsentativen Kinder-Umwelt-Survey 2003/06 (KUS) werden die Ergebnisse dieser Innenraumluftuntersuchungen bereitgestellt.
BMU und UBA laden zum 26.-28.09.2010 ein, an der Konferenz „Human-Biomonitoring:Nutzen für die Politik – Herausforderungen für die Wissenschaft“ teilzunehmen. Diskutiert werden unter anderem Grenzen des Human-Biomonitorings bei der Erfassung und Bewertung der Belastung der Bevölkerung sowie Möglichkeiten der Vernetzung der internationalen HBM-Aktivitäten. Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Medien berichten oft über diese Chemikalie, die in vielen Alltagsgegenständen stecken kann: Konservendosen, DVDs, Thermopapier, Lebensmittelverpackungen und Babyflaschen. Doch was ist das für ein Stoff? Und birgt er Risiken für Mensch oder Umwelt? Ein neues Papier des Umweltbundesamtes klärt auf.
In einer sich immer schneller verändernden Welt brauchen unsere Kinder besonderen Schutz vor ungünstigen Umwelt- und Lebensbedingungen. Dies war der Tenor der Konferenz der Umwelt- und Gesundheitsministerinnen und -minister aus 53 Mitgliedstaaten der Europäischen Region der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Parma vom 10. bis 12. März 2010.
Hat sich seit dem Verbot von Bleibenzin die Belastung von Mensch und Umwelt mit Blei verringert? Und wie verhält es sich mit den Quecksilberkonzentrationen in Fichtentrieben, Möweneiern und Brassen? Die Umweltprobenbank des Bundes, ein Archiv der Umweltqualität Deutschlands, gibt der Öffentlichkeit umfassend Auskunft.
Als Folge der Diskussion um Dioxin- und dl-PCB-Funde in der Umwelt hatte das BMU zu einem Fachgespräch am 7. April 2009 eingeladen. Ziele der Veranstaltung waren eine Bestandsaufnahme der Belastungen von Böden, die sich auch auf die Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit auswirken, sowie die Koordinierung des weiteren Vorgehens von Bund und Ländern. In diesem Bericht werden die Stellungnahmen der Länder dargestellt und ausgewertet.
Jede/r fünfte Europäerin/Europäer ist regelmäßig nächtlichem Lärm ausgesetzt, der krank machen kann. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des WHO-Regionalbüros für Europa. Der Lärm einer verkehrsreichen Straße kann auf Dauer Schlafstörungen, psychische Störungen, ja sogar frühzeitige Morbidität und Mortalität zur Folge haben. Nachgewiesen sind auch durch Fluglärm verursachte Herz-Kreislaufprobleme.
Deshalb empfiehlt die WHO als neuen Richtwert ("Night Noise Guidelines"), dass die Bevölkerung nachts außen vor den Wohnungen als Jahresmittelwert keinem höheren Schalldruckpegel (Lnacht) als 40 dB(A) ausgesetzt sein sollte. Das entspricht etwa dem Schallpegel einer ruhigen Wohngebietsstraße. Wenn dieses Ziel kurzfristig nicht zu erreichen ist, wird als Interimswert 55 dB(A) als Obergrenze empfohlen. Die WHO fordert Regierungen und Kommunen auf, etwas gegen Lärm zu tun, denn Lärm kann zu sozialem Gefälle in den Wohnquartieren beitragen und unerwünschte Folgekosten bei den Krankenkassen verursachen.
Die Klimaänderung wirkt auch positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden – aber nicht nur. Wie sich die Gesundheits- und Umweltbeobachtung bislang auf die erhöhten klimawandelbezogenen Gesundheitsrisiken vorbereitet haben, zeigt eine aktuelle Zusammenstellung von Informations- und Überwachungssystemen zu den gesundheitlichen Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel in Deutschland.
Wer arm ist, lebt häufiger in einer Umwelt, die krank machen kann. Das belegen sozial- und umweltepidemiologische Studien. Sozial Benachteiligte wohnen beispielsweise häufiger an stark befahrenen Straßen. Der UBA-Bericht stellt ausgewählte Studien aus Deutschland vor, die empirische Befunde zur sozialen Verteilung von Umweltbelastungen und deren gesundheitlichen Wirkungen liefern.
Der Alltag gibt den Kindern permanent etwas auf die Ohren. Untersuchungen des UBA zeigen: Jedes achte Kind weist eine auffällige Minderung der Hörfähigkeit, jedes sechste wohnt an stark befahrenen Haupt- und Nebenstraßen. Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus sind insgesamt stärker betroffen. Als häufige Lärmquellen identifiziert die aktuelle Studie Verkehr und Freizeitaktivitäten.