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Letzte Änderung: 17.01.2012

UBA-Stellungnahme zur Schiefergasexploration (Fracking) aktualisiert

Die aktuelle UBA-Stellungnahme zum Fracking formuliert Mindestanforderungen für die Suche nach Erdgas, das aus unkonventionellen Lagerstätten stammt. Sie weist auf potentielle Risiken, insbesondere für das Grundwasser hin und stellt unseren  momentanen Kenntnisstand zur Thematik dar. Das Papier benennt die Kenntnislücken und zeigt den weiteren Forschungsbedarf auf. Bisher war diese „Einschätzung der Schiefergasförderung in Deutschland“  als Entwurf gekennzeichnet, da noch einige Stellungnahmen anderer Behörden fehlten. Diese sind nun alle eingearbeitet worden.

EEG-Umlage macht Strom nicht teurer

thaut ©www.fotolia.deDie EEG-Umlage wird 2012 nach Angaben der Übertragungsnetzbetreiber 3,592 Cent pro Kilowattstunde Strom betragen und damit gegenüber dem aktuellen Wert von 3,53 Cent nur leicht ansteigen. Mit der EEG-Umlage, die pro verbrauchter Kilowattstunde Strom berechnet wird, fördert Jede und Jeder den Ausbau der erneuerbaren Energien. Das ist nicht wenig, denn jede fünfte Kilowattstunde, die wir beziehen, stammt heute bereits aus erneuerbaren Energien. Berechnungen des UBA zeigen, dass die EEG-Umlage nicht zu höheren Strompreisen führt. Dagegen wirkten in den vergangen Jahren hauptsächlich die Kosten für Stromerzeugung, Transport und Vertrieb Preis treibend.

Energiebedingte Emissionen weiter rückläufig

Tom Bayer © www.fotolia.deEnergiewirtschaft, Industrie, Verkehr, Haushalte, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen haben von 1990 bis 2009 tendenziell immer weniger Treibhausgase ausgestoßen. Dieser Trend wurde besonders durch den konjunkturellen Rückgang 2008 verstärkt. Das UBA hat Graphiken und Tabellen zusammengestellt, die die energiebedingten Emissionen für Treibhausgase und ausgewählte Luftschadstoffe nach Sektoren aufgeschlüsselt darstellen.

118 Mio. t Treibhausgase durch Erneuerbare Energien vermieden

„vermiedene Treibhausgasemissionen“ © UmweltbundesamtBMU hat die „Broschüre Erneuerbare Energien in Zahlen“ mit Hintergrunddaten für das Jahr 2010 veröffentlicht. UBA berechnet darin die durch erneuerbare Energien vermiedenen Emissionen: Rund 75 Mio. t CO2-Äquivalente wurden im Stromsektor, 38 Mio. t CO2-Äquivalente im Wärmebereich und 5 Mio. t CO2-Äquivalente im Verkehrssektor vermieden.

Atomkraft: Deutschland steigt aus

Atomkraftwerk Krümmel; Foto: Carsten Jacobs ©  fotolia.deAcht Atomkraftwerke sollen sofort stillgelegt werden, die restlichen neun schrittweise folgen, so der Beschluss des Bundestages vom 30.06.2011. Laut UBA-Berechnungen wäre ein vollständiger Ausstieg ohne Versorgungsengpässe schon ab dem Jahr 2017 möglich. Um die Energiewende zu ermöglichen, müssen hocheffiziente und flexible Gaskraftwerke gebaut, die erneuerbaren Energien weiter ausgebaut und mehr Energie gespart werden. Deutlich höhere Strompreise erwartet das UBA durch den Atomausstieg nicht.

CO2-Emissionen des deutschen Strommix 2009 und Schätzung für 2010

Grafik „Entwicklung der spezifischen Kohlendioxidemissionen des deutschen Strommix 1990-2009 und erste Schätzung 2010 im Vergleich zum StromverbrauchDurch mehr regenerativ erzeugten Strom  und die Auswirkungen der Wirtschaftskrise sind die spezifischen CO2-Emissionen für die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom im Jahr 2009 auf 565 g CO2 gesunken. Das sind 5 g/kWh weniger als im deutschen Strommix 2008 und 40 g/kWh weniger als 2007. Die Hochrechnung für 2010 mit 563 g CO2/kWh  geht davon aus, dass trotz ansteigenden Stromverbrauchs und höheren Emissionen nach Überwindung der Krise der zunehmende Anteil  erneuerbarer Energien positiv wirkt.

 

 

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