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Letzte Änderung: 15.05.2012

Erneuerbare Energien im Mittleren Osten und Nordafrika können Arbeitsplätze schaffen

Teilansicht von Marrakesch mit Palmen; Robert Ulph © www.fotolia.deDer Mittlere Osten und Nordafrika haben durch Sonne und Wind ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Die 5. MENAREC-Konferenz in Marrakesch vom 15.-17.Mai trägt die europäischen Erfahrungen beim Aufbau einer sicheren und klimaverträglichen Energieversorgung weiter, lotet Finanzierungsmöglichkeiten für Projekte aus und weist auf die Chance der ganzen Region zur grünen Wirtschaftsentwicklung hin.

Strom ohne Atom, Kohle und Öl. Wie gelingt die Energiewende?

Ein Baustein der Energiewende: Windkraft © Martin Lehotkay – Fotolia.comJapan nimmt sich eine Atom-Auszeit. Am vergangenen Samstag ging der letzte aktive Reaktor vom Netz. Erstmals seit 42 Jahren kommt das Land ganz ohne nukleare Energie aus – allerdings nur vorübergehend. In Deutschland stehen bereits acht Meiler für immer still. Die Bundesregierung will dauerhaft auf eine nachhaltige Energieversorgung ohne Atomkraft umsteigen. Doch wie? Bei Bürgerinnen und Bürgern bestehen noch viele offene Fragen: Warum ist Energiesparen so wichtig? Wird die Energiewende wirklich so teuer wie oft behauptet? Können wir die Klimaziele auch ohne Atomkraft erreichen? Und schließlich: Was kann ich selber tun, damit die Energiewende gelingt? Wir haben die Antworten.

Energiebedingte Emissionen weiter rückläufig

Tom Bayer © www.fotolia.deEnergiewirtschaft, Industrie, Verkehr, Haushalte, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen haben von 1990 bis 2010 tendenziell immer weniger Treibhausgase ausgestoßen. Zwar stiegen die energiebedingten Emissionen im Jahre 2010 im Vergleich zum konjunkturellen Krisenjahr 2009 wieder an, das Niveau von 2008 wurde aber nicht erreicht. Insgesamt wurde 2010 der zweitgeringste Ausstoß an Treibhausgasen nach 1990 festgestellt, was den weiter rückläufigen Trend bestätigt. Das UBA hat Graphiken und Tabellen zusammengestellt, die die energiebedingten Emissionen für Treibhausgase und ausgewählte Luftschadstoffe nach Sektoren aufgeschlüsselt darstellen.

Energiewende: Aufbruch ins neue Zeitalter

UBA-Jahrespublikation „Schwerpunkte 2012“, Titelfoto: dpa/picture-alliance/FangDie Energiewende erfordert einen grundlegenden Umbau der Energieversorgung. Dies stellt Deutschland vor große Herausforderungen, bietet aber zugleich die Chance einer grundlegenden wirtschaftlichen Modernisierung. Wie das gelingen kann, beschreibt die UBA-Jahrespublikation.

UBA erforscht Umweltauswirkungen von Fracking

Ölbohrung auf einem Rapsfeld; Womue © www.fotolia.deDas UBA lässt die Auswirkungen von Fracking, einem Verfahren zur Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten, auf den Wasserhaushalt untersuchen. Denn die vorliegenden Fakten reichen nicht aus, um Risiken des Chemikalieneinsatzes für Mensch und Umwelt bewerten zu können. Geprüft wird auch, ob bestehende Bundesgesetze den Schutz des Grundwassers in der Praxis ausreichend gewährleisten. Parallel dazu startete das nordrhein-westfälische Umweltministerium ein ähnliches Forschungsprojekt, das detaillierter auf die landesspezifischen Verhältnisse eingehen wird und Hinweise für den Vollzug rechtlicher Vorschriften geben soll.

EEG-Umlage macht Strom nicht teurer

thaut ©www.fotolia.deDie EEG-Umlage wird 2012 nach Angaben der Übertragungsnetzbetreiber 3,592 Cent pro Kilowattstunde Strom betragen und damit gegenüber dem aktuellen Wert von 3,53 Cent nur leicht ansteigen. Mit der EEG-Umlage, die pro verbrauchter Kilowattstunde Strom berechnet wird, fördert Jede und Jeder den Ausbau der erneuerbaren Energien. Das ist nicht wenig, denn jede fünfte Kilowattstunde, die wir beziehen, stammt heute bereits aus erneuerbaren Energien. Berechnungen des UBA zeigen, dass die EEG-Umlage nicht zu höheren Strompreisen führt. Dagegen wirkten in den vergangen Jahren hauptsächlich die Kosten für Stromerzeugung, Transport und Vertrieb Preis treibend.

120 Mio. t Treibhausgase durch Erneuerbare Energien vermieden

 

Säulendiagramm zu den 2010 in Deutschland durch erneuerbare Energien vermiedene Treibhausgasemissionen (CO2-Äquivalente): Bei Strom 75,3 Millionen Tonnen (davon 22,9 durch Biomasse. 16,6 durch Wasserkraft, 27,8 durch Windkraft, 7,9 durch Photovoltaik). Bei Wärme 39,6 Millionen Tonnen (davon 37,9 durch Biomasse, 1,2 durch Solarthermie und 0,5 durch Geothermie). Im Verkehrssektor 5 Millionen Tonnen (durch Biomasse).BMU hat im Internet-Update der Broschüre „Erneuerbare Energien in Zahlen“ ausgewählte Daten zum Ausbaustand der erneuerbaren Energien für das Jahr 2010 veröffentlicht. UBA aktualisiert darin die Angaben der durch den Einsatz erneuerbarer Energien vermiedenen Emissionen. Insgesamt wurden ca. 120 Mio. t CO2-Äquivalente vermieden, davon entfallen rund 75,3 Mio. t auf den Stromsektor, 39,6 Mio. t  auf den Wärmebereich und 5,0 Mio. t auf den Verkehrssektor.

 

 

 

 

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