Bodenbelastung, Land-Ökosysteme

Böden erfüllen wichtige Funktionen für das Leben auf der Erde und bilden die Grundlage vieler Land-Ökosysteme. Sie filtern das Wasser, binden Nährstoffe und sind als Wurzelraum von Pflanzen essenziell für die Ernährung des Menschen. Doch sowohl Böden als auch Land-Ökosysteme sind vielfältigen äußeren Belastungen ausgesetzt und können ihre natürliche Funktions- und Ertragsfähigkeit verlieren.

Die Spannweite der Belastungen, denen Böden ausgesetzt sind, reicht von der intensiven maschinellen Bearbeitung bis hin zur übermäßigen Zufuhr von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln im Rahmen der agrarischen Bewirtschaftung. Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Böden werden nicht nur die Bodeneigenschaften negativ beeinflusst, sondern es ergeben sich auch vielfältige Umweltwirkungen. Bedeutsame ökologische Probleme sind in diesem Zusammenhang die Versiegelung von Böden, die Verdichtung des Bodengefüges sowie ein Stickstoffüberschuss und die stellenweise Versauerung von Böden.

Genau wie die bewirtschafteten, erfahren auch natürliche terrestrische Ökosysteme eine Vielzahl von weiteren Umweltbelastungen. Nährstoff- und Schadstoffeinträge aus der Luft stören die Funktionsfähigkeit und die biologische Vielfalt dieser Naturräume. Hinzu kommen weitere Umweltwirkungen, wie zum Beispiel durch bodennahes Ozon, das die Vegetation von Ökosystemen schädigen kann oder ökologische Belastungen durch Altlasten (beispielsweise durch stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen oder Industriestandorte).

Das Umweltbundesamt setzt sich daher für den Schutz von Böden und Land-Ökosystemen ein. Indem es Grundlagen für die Sicherung der Bodenqualität und zur Beurteilung der Gefährdungssituation von Land-Ökosystemen erarbeitet, leistet es einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Sicherung dieser wertvollen Ressourcen.

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