Letzte Änderung: 23.12.2009
Seit Beginn der Industrialisierung werden deutliche Klimaänderungen als Folge menschlicher Aktivitäten beobachtet.
Um diesen Einfluss zu verringern, hat sich die internationale Staatengemeinschaft mit dem Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls auf verbindliche Handlungsziele und Umsetzungsinstrumente geeinigt.
Zur Überprüfung der Einhaltung der deutschen Verpflichtungen müssen Treibhausgasemissionsinventare erstellt, veröffentlicht und fortgeschrieben werden.
Um dies zu gewährleisten wurde ein Nationales System (PDF / 913 KB) implementiert, dessen Koordinierungsstelle im Umweltbundesamt angesiedelt ist.
Eine Aufgabe der Koordinierungsstelle ist es Maßnahmen zur Inventarverbesserung zu initiieren. Aus diesem Grund wurde vom 28. bis 29. Mai 2009 ein Workshop durchgeführt der für drei ausgewählte Quellgruppen den Stand der Emissionsberichterstattung evaluiert hat und zusammen mit den Teilnehmern aus Industrie und Forschung Verbesserungsmöglichkeiten in der deutschen Emissionsberichterstattung identifiziert hat. Die Quellgruppen, die diskutiert wurden, waren:
Einen Überblick zum Ablauf der Veranstaltung gibt die Tagesordnung (PDF / 186 KB).
Der Tagungsband fasst die Vorträge schriftlich zusammen und gibt die Diskussion und die Ergebnisse des Workshops wieder.
Das Institut für Energiewirtschaft und rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart gibt in ihrem Vortrag einen Überblick über die momentane Datenlage von N2O-Emissionen aus der Produktverwendung in der Nationalen Emissionsberichterstattung (PDF / 358 KB).
Der Vortrag der Firma Linde beschäftigt sich mit den Verwendungsmöglichkeiten von N2O als Arzneimittel (PDF / 1,84 MB) und erläutert neben den medizinischen Eigenschaften von N2O ebenfalls gebräuchliche Darreichungsformen sowie Möglichkeiten der Emissionsminderung.
Im letzten Vortrag zu dieser Quellgruppe erläutert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, wie N2O-Emissionen bei der Detonation von Sprengstoffen entstehen und wie diese Emissionen berechnet bzw. gemessen werden können (PDF / 40 KB).
Der Vortrag des Instituts für Energiewirtschaft und rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart (PDF / 464 KB) erläutert den Diskussionshintergrund und listet die bisherigen Arbeiten zu dieser Quellgruppe und mögliche Definitionen auf. Des Weiteren werden die bisher berichteten Emissionsmengen von drei beispielhaften Prozessen dargestellt. Anhand des Prozesses der Ethylendioxidherstellung werden einige Emissionsfaktoren aufgeführt und eine Reihe von weiteren möglichen Prozessen genannt in denen CO2-Emissionen aus nichtenergetischen Umwandlungsverlusten entstehen können.
Der Vortrag der Universität von Utrecht stellt eine Ökobilanzstudie zu amorphen und mikromorphen PV-Modulen (PDF / 2,18 MB) vor, die unter anderem auch den Einsatz von SF6 und NF3 im Herstellungsprozess bei der Reaktorreinigung betrachtet.
Der Vortrag der Firma M+W Zander gibt einen allgemeinen Überblick zu Technologien, Marktanteilen, Trends und Ersatztechnologien in der Solarzellenfertigung (PDF / 308 KB).
Der Beitrag der Firma Q-Cells (PDF / 1,24 MB) gibt zuerst einen Überblick über die weltwirtschaftliche Entwicklung in der PV-Industrie und beschreibt dann Erfahrungen mit fluorierten Treibhausgasen im Konzern.
Konkrete Erfahrungen aus dem Anlagenbetrieb stellen die Firmen Sontor (PDF / 473 KB) und Inventux (PDF / 4,50 MB) vor. Der Vortrag der Firma Linde Nippon Sanso erörtert die Substitutionsmöglichkeiten von klimawirksamen Prozessgasen (PDF / 487 KB).
Die Firma Centrotherm erläutert wie Emissionen von klimarelevanten F-Gasen durch Minderungstechniken verringert werden können (PDF / 1,56 MB).