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Rohstoffe als Ressource

Rohstoffe zählen neben biologischer Vielfalt, Wasser, Boden oder auch sauberer Luft zu den natürlichen Ressourcen. Man unterscheidet erneuerbare Rohstoffe als Produkte der Land- oder Forstwirtschaft und nicht erneuerbare Rohstoffe wie Erdöl, Kohle, Erze und andere Mineralien.

Unsere industrialisierte Wirtschaft ist in hohem Maße auf Rohstoffe angewiesen. Im Zuge der wachsenden Weltwirtschaft sind die Nachfrage nach Rohstoffen und damit die Rohstoffkosten in den vergangenen Jahrzehnten weltweit stark angestiegen. Neue Lagerstätten werden immer schwerer zugänglich. Der Aufwand sie zu erschließen steigt und damit auch der Preis für die geförderten Rohstoffe.

Zudem geht die Gewinnung nicht erneuerbarer Rohstoffe durch Bergbau häufig mit erheblichen ökologischen Auswirkungen einher, da der Bergbau meist massive Eingriffe in den Naturhaushalterfordert. Aber auch die Bereitstellung erneuerbarer Rohstoffe durch Land- und Forstwirtschaft ist oft problematisch: Anbauflächen stehen nur begrenzt zur Verfügung. Eine Ausweitung der Produktion land- und forstwirtschaftlicher Güter geht deshalb tendenziell zu Lasten der Flächen natürlicher und naturnaher Ökosysteme. Eine weitere Folge ist eine intensivere Bewirtschaftung bestehender Flächen, die wiederum häufig Böden übernutzt, Gewässer belastet und zu Verlusten der biologischen Vielfalt führt. Auf diese Auswirkungen gehen verschiedene Beiträge näher ein.

Sowohl die EU als auch die Bundesregierung wollen deshalb die Effizienz der Rohstoffnutzung in der Wirtschaft erhöhen, um den Rohstoffbedarf der Wirtschaft zu senken. Die verschiedenen Ansätze, die Rohstoffeffizienz der Wirtschaft zu messen, werden in diesem Kapitel dargestellt.

Thematisch eng mit dem Thema „Rohstoffe“ ist das Thema „Abfallwirtschaft“ verbunden: Die Wiederverwendung von Rohstoffen nach ihrer Nutzung in Produktionsprozessen und Produkten ist einer der wichtigsten Ansatzpunkte einer rohstoffeffizienten Wirtschaft. Politische Ziele, getroffene Maßnahmen und erzielte Erfolge im Bereich der Abfallwirtschaft werden im Datenbereich „Abfall- und Kreislaufwirtschaft “ beschrieben.

Wichtiges in Kürze

  • Das Bruttoinlandsprodukt stieg in den Jahren 1995 bis 2014 preisbereinigt um 29,8 Prozent. Im gleichen Zeitraum sanken die Einfuhren und die eingesetzten heimischen Rohstoffe um 12,8 Prozent, die Rohstoffproduktivität stieg infolgedessen um 48,8 Prozent.
    Indikator: Rohstoffproduktivität

    Die Rohstoffproduktivität drückt aus, wie effizient abiotische Primärmaterialien in Deutschland eingesetzt wurden, um das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu erwirtschaften. Sie ist seit 2000 deutlich gestiegen. Trotz wachsender Wirtschaft stagniert der Einsatz abiotischer Primärmaterialien. weiterlesen

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Wie geht es der Umwelt?

Inländische Entnahme von Rohstoffen und Materialimporte

2013 wurden in Deutschland 1.058 Millionen Tonnen Rohstoffe entnommen, ein Rückgang um 15 Prozent seit 2000. Daneben importierte Deutschland im selben Jahr Rohstoffe und verarbeitete Produkte im Umfang von 624 Millionen Tonnen, ein Anstieg um 20 Prozent seit 2000. Pro Tonne Import werden im Ausland rund 2,5 Tonnen Rohstoffe benötigt. weiterlesen

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Gesamter Materialaufwand Deutschlands

Zum gesamten Materialaufwand einer Gesellschaft zählen nicht nur die wirtschaftlich verwerteten Materialströme. Auch ungenutzte Materialien wie Abraum, Bergematerial und Ernterückstände müssen dabei berücksichtigt werden. Auch diese können vielfältige Umweltwirkungen haben. Der Indikator Gesamter Materialaufwand – auf Englisch: Total Material Requirement – bildet diese mit ab. weiterlesen

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Welche Folgen hat das?

Rohstoffnutzung und ihre Folgen

Weltweit werden Jahr für Jahr mehr abiotische Rohstoffe aus der Natur entnommen. Sie werden zu Rohmaterial aufbereitet und verarbeitet, um den stetig steigenden Bedarf der Weltwirtschaft zu stillen. Dieser Trend verschärft globale Umweltprobleme wie den Klimawandel, die Bodendegradation oder den zunehmenden Verlust an biologischer Vielfalt vor allem in ökologisch sensiblen Gebieten. weiterlesen

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Wie reagieren Politik, Wirtschaft und Gesellschaft?

Rohstoffproduktivität

Die Rohstoffproduktivität stieg in Deutschland zwischen 1994 und 2014 um 48,8 Prozent. Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie ist es, die Rohstoffproduktivität bis 2020 gegenüber 1994 zu verdoppeln. Legt man den Trend ihrer Entwicklung der letzten 5 Jahre zugrunde, würde sie bis zum Jahr 2020 jedoch lediglich um rund 50 Prozent steigen. weiterlesen

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Maßnahmen der Ressourceneffizienzpolitik

Der Verbrauch an natürlichen Ressourcen und die Konkurrenz um knappe Rohstoffe nehmen weltweit rasant zu. Dies verschärft globale Umweltprobleme wie den Klimawandel, die Bodendegradierung und den Verlust an biologischer Vielfalt. Aufgabe einer nachhaltigen Ressourcenpolitik ist daher, Anreize für einen effizienten und umweltverträglichen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu schaffen. weiterlesen

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Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt