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Industrie

Deutschland hat im Vergleich zu vielen anderen entwickelten Volkswirtschaften eine starke Industrie. Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes tragen mehr als ein Viertel zum deutschen Bruttoinlandsprodukt bei. Dies ist einer der höchsten Werte unter den Industriestaaten.

Die industrielle Struktur Deutschlands prägt die Art und Weise, wie die Umwelt hierzulande beansprucht wird. Die Herstellung materieller Güter belastet die Umwelt im Allgemeinen stärker als die Erbringung von Dienstleistungen. Während der Schadstoffausstoß des verarbeitenden Gewerbes in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen ist (siehe dazu die Datenbereiche „Luftbelastung“ und „Gewässerbelastung“), ist vor allem der hohe Energiebedarf vieler Unternehmen und der damit verbundene Treibhausgasausstoß eine große Herausforderung für die deutsche Umweltpolitik. Der effiziente Energieeinsatz bleibt deshalb ein wichtiger Entwicklungsbereich.

Auch die hohe Rohstoffintensität vieler Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes bleibt auch künftig ein wichtiger Arbeitsbereich. Die Förderung und Aufbereitung von Rohstoffen ist mit hohen Umweltfolgen verbunden. Die Bundesregierung hat sich deshalb eine deutliche Steigerung der Rohstoffeffizienz zum Ziel gesetzt. Die Industrie wird dazu Beiträge leisten müssen, etwa durch die Verwendung von Sekundärrohstoffen, also von Rohstoffen aus Abfällen. Da zudem nur ein geringer Teil der verwendeten Rohstoffe in Deutschland selbst gefördert wird, bleibt auch die Förderung hoher Umweltstandards bei ausländischen Rohstoffproduzenten etwa durch Zertifizierungssysteme eine wichtige Aufgabe.

Der Fokus des Datenbereiches „Industrie“ liegt auf dem „verarbeitenden Gewerbe“ und umfasst alle Branchen, die Rohstoffe und Zwischenprodukte verarbeiten und Produkte erzeugen. Der Bereich „Umwelt und Wirtschaft“ deckt die gesamte Volkswirtschaft ab und beleuchtet dabei insbesondere die Rolle des Staates.

Wie belastet die Industrie die Umwelt?

Emissionen aus Betrieben der Metallindustrie

Deutschland verpflichtete sich mit der Zeichnung des PRTR-Protokolls 2003 dazu, ein Register über Schadstofffreisetzungen und -transporte aufzubauen. Hierzu berichten viele Industriebetriebe jährlich dem UBA über Schadstoffemissionen und die Verbringung von Abwässern und Abfällen. Das UBA bereitet diese Daten dann in einer Datenbank für Bürgerinnen und Bürger auf. weiterlesen

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Branchenabhängiger Energieverbrauch des verarbeitenden Gewerbes

Alle Produktionsbereiche zusammen verbrauchen fast drei Viertel der in Deutschland benötigten Primärenergie. Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes daran lag im Jahr 2013 bei 38 Prozent. Der gesamte Energiebedarf dieses Gewerbes blieb im Zeitraum von 1995 bis 2013 zwar in etwa konstant, der spezifische Energieverbrauch pro Tonne Stahl, Glas oder Chemikalien ging aber deutlich zurück. weiterlesen

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Störfälle in Chemie- und weiteren Industrieanlagen

Unternehmen müssen seit 1991 Störfälle bei den zuständigen Landesbehörden melden. Im Durchschnitt geschah das von 2000 an bis 2015 jährlich etwa 23-mal. Die häufigsten Ursachen in den Jahren 2013 und 2014 waren menschliche Fehler im Bereich der Bedienfehler und Korrosionen. Die häufigsten Folgen: Freisetzungen von gefährlichen Stoffen, gefolgt von Bränden. weiterlesen

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Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen

Beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und bei ihrem Transport kommt es immer wieder zu Unfällen. Die Chemikalien können in Flüsse, Seen, Meere und in das Grundwasser gelangen. Sie können dort das Leben von Fischen und anderen Wasserorganismen gefährden wie auch die Trinkwasserqualität. Menschliches Fehlverhalten ist die Hauptursache dieser Unfälle. weiterlesen

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Wassereinsatz des verarbeitenden Gewerbes

Das verarbeitende Gewerbe nutzte in Deutschland im Jahr 2010 rund 5,05 Milliarden Kubikmeter Wasser (letzte verfügbare Daten). Das sind 14 Prozent weniger als im Jahr 1995. Die Wasserintensität entwickelt sich in einzelnen Branchen sehr unterschiedlich: Die Chemieindustrie nutzte Wasser im Jahr 2010 effizienter als im Jahr 1995 - nicht so die Hersteller von Glas, Keramik oder Papiererzeugnissen. weiterlesen

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Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt