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Energiebereitstellung und -verbrauch

Die Umwelt wird regelmäßig belastet, wenn Primärenergie umgewandelt, Endenergie genutzt und Energie durch Übertragungsnetze bereitgestellt wird. Zu den Störungen zählen vor allem energiebedingte Treibhausgasemissionen, aber auch Eingriffe in Landschaften und Ökosysteme durch die Energieübertragung.

Unser Energiesystem muss daher im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung umgebaut werden. Dazu zählt das Einsparen von Energie, sowie eine erhöhte Effizienz bei Nutzung und Energieerzeugung.

Als eine zentrale Säule des nachhaltigen Systems gelten auch die erneuerbaren Energien. Sowohl die Europäische Union als auch die deutsche Bundesregierung haben sich Ziele zu deren Ausbau gesetzt: Europaweit soll der Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 bei 20 Prozent (%) des Primärenergieverbrauchs liegen. Deutschland strebt danach, den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bis 2020 auf 35 % und am Endenergieverbrauch auf 18 % zu erhöhen. Bis 2050 sollen diese Anteile auf 80 respektive 65 % ansteigen.

Zum Verständnis ist es wichtig, Primär-, End- und Nutzenergie zu unterscheiden: Die Primärenergie wird entlang einer Energieumwandlungskette unter Energieverlusten in Endenergie (zum Beispiel Strom) überführt. Über die Endenergie wird dann unter weiteren Verlusten Nutzenergie für die jeweiligen Endgeräte bereitgestellt. Nutzenergieformen sind etwa Raumwärme, mechanische Energie, Beleuchtung und Informationstechnologien. Erst die Nutzenergie ist die Energiemenge, die tatsächlich für die gewünschte Energiedienstleistung verwendbar ist.

Der Fokus des Datenbereichs „Energiebereitstellung und -verbrauch“ liegt auf der Darstellung von Daten, die zeigen wie und wofür Energie genutzt wird und welche Erzeugungs- und Umwandlungstechnologien dabei zum Einsatz kommen, hier wird auch auf die erneuerbaren Energien eingegangen. Der verwandte Datenbereich „Energie als Ressource“ widmet sich der Frage, wie viel Energie in Deutschland insgesamt verbraucht wird und aus welchen Quellen diese stammt.

Wichtiges in Kürze

  • Das Diagramm stellt den Primärenergieverbrauch (PEV) in der zeitlichen Entwicklung von 1990 bis 2015 dar. Jedes Jahr wird durch eine Säule dargestellt, die sich aus den Anteilen der Energieträger zusammensetzt. Die Tendenz beim PEV ist leicht fallend.
    Indikator: Energieverbrauch

    Das Energiekonzept der Bundesregierung aus dem Jahr 2010 sieht vor, dass der Primärenergieverbrauch bis 2020 um 20 Prozent und bis 2050 um 50 Prozent gesenkt werden soll. 2015 betrug die Minderung gegenüber 2008 lediglich 8 Prozent. weiterlesen

  • Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch hat sich von 2000 (3,7 Prozent) bis 2015 (14,9 Prozent) vervierfacht.
    Indikator: Erneuerbare Energien

    Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien in den kommenden Jahrzehnten deutlich zu steigern. In der Vergangenheit ist dieser bereits deutlich angestiegen: Seit 2000 stieg der Anteil am Brutto-Stromverbrauch von 6,2 Prozent (%) auf 31,6 % im Jahr 2015. Auch der Anteil am Brutto-Endenergieverbrauch stieg von 3,7 % auf 14,9 % im Jahr 2015. weiterlesen

  • Das Balkendiagramm zeigt die Entwicklung der KWK-Nettostromerzeugung von 2003 bis 2014 und die Ziele bis zum Jahr 2025 auf.
    Indikator: Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

    Der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) an der Gesamtnettostromerzeugung nimmt langsam, aber stetig zu. Im Jahr 2020 sollen 110 Terawattstunden aus KWK-Kraftwerken erzeugt werden. Obwohl der Abstand bis zum Ziel nicht sehr groß ist, wird es herausfordernd, das Ziel zu erreichen. weiterlesen

  • Das Diagramm zeigt die Entwicklung des Primärenergieverbrauchs, des Bruttoinlandsprodukts und des Quotienten aus beiden Größen, der Energieproduktivität, zwischen den Jahren 1990 und 2014.
    Indikator: Energieproduktivität

    Die Energieproduktivität gibt das Verhältnis von Bruttoinlandsprodukt (BIP) und Primärenergieverbrauch wieder. Sie kann als Maßstab für die Effizienz im Umgang mit Energieressourcen dienen. Die Energieproduktivität hat sich in Deutschland von 1990 bis 2015 um 56 Prozent erhöht. weiterlesen

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Struktur der Energiebereitstellung und des Energieverbrauchs

Energieverbrauch nach Energieträgern, Sektoren und Anwendungen

Der Endenergieverbrauch (EEV) in Deutschland ist seit Beginn der 1990er Jahre kaum gesunken. Im langjährigen Trend ist nur der Wärmeverbrauch rückläufig, während der Verbrauch von Kraftstoff nahezu konstant ist und der Stromverbrauch steigt. Sektoral betrachtet ist der Energieverbrauch im Verkehr und in den privaten Haushalten jeweils gestiegen. weiterlesen

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Stromerzeugung erneuerbar und konventionell

Durch den stetig wachsenden Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung wurde in den letzten Jahren in Deutschland mehr Strom produziert als verbraucht. Bis zum Jahre 2003 hielten sich Erzeugung und Produktion noch in etwa die Waage, seither wird immer mehr Strom exportiert. weiterlesen

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Energieverbrauch für erneuerbare Kraftstoffe

Die konventionellen Kraftstoffe sind im Verkehrsbereich die bedeutendsten Energieträger. Insgesamt hat sich der Kraftstoffverbrauch im Verkehrssektor in den letzten Jahren auf Grund eines immer höheren Verkehrsaufkommens erhöht – der Anteil von Biokraftstoffen fällt dagegen nach einem Höchststand im Jahr 2007 kontinuierlich. weiterlesen

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Konventionelle Kraftwerke und erneuerbare Energien

Der wachsende Anteil erneuerbarer Energien im Stromversorgungssystem steigert die Anforderungen an eine flexible bedarfsorientierte Strombereitstellung. Für eine sichere Elektrizitätsversorgung müssen Stromangebot und -nachfrage stets ausgeglichen sein. Diese Anforderungen verändern die Struktur des Kraftwerksparks, der vor allem Grundlaststrom aus konventionellen Energieträgern bereitstellt. weiterlesen

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Stromverbrauch

Der Stromverbrauch in Deutschland ist seit Beginn der 1990er Jahre im Trend gestiegen. Den meisten Strom verbraucht die Industrie, gefolgt vom Gewerbe-, Handels-, und Dienstleistungssektor, den privaten Haushalten und dem Verkehrssektor. Um die im Energiekonzept formulierte Reduzierung des Stromverbrauchs zu erreichen, bedarf es weiterer Einsparmaßnahmen. weiterlesen

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Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) werden in einem Kraftwerk gleichzeitig elektrischer Strom und Wärme gewonnen. Die primär erzeugte mechanische Energie wird unmittelbar in elektrische Energie umgewandelt. Die nutzbare Wärme wird für Heizzwecke (Nah- und Fernwärme) oder für Produktionsprozesse genutzt. Der Einsatz der KWK mindert den Energieeinsatz und die Kohlendioxid-Emission. weiterlesen

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Wie belasten Energiebereitstellung und –verbrauch die Umwelt?

Energieverbrauch für fossile und erneuerbare Wärme

Wärme macht rund 50 Prozent am Endenergieverbrauch aus und wird vielfältig eingesetzt-als Raumwärme/Klimatisierung, für Warmwasser und Prozesswärme/Kälteerzeugung. Durch zunehmende Energieeffizienzmaßnahmen und wegen der allgemein milderen Witterung ist ihr Anteil am Endenergieverbrauch seit 1990 rückläufig. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmebereitstellung steigt kontinuierlich an. weiterlesen

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Emissionen von Wärmekraftwerken und anderen Verbrennungsanlagen

Deutschland verpflichtete sich mit der Zeichnung des PRTR-Protokolls 2003 dazu, ein Register über Schadstofffreisetzungen und -transporte aufzubauen. Hierzu berichten viele Industriebetriebe jährlich dem UBA über Schadstoffemissionen und die Verbringung von Abwässern und Abfällen. Das UBA bereitet diese Daten in einer Datenbank für Bürgerinnen und Bürger auf. weiterlesen

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Energiebedingte Emissionen

Als Energiebedingte Emissionen bezeichnet man die Freisetzung von Treibhausgasen und Luftschadstoffen, die durch die Umwandlung von Energieträgern z.B. in Strom und Wärme entstehen. Sie machen etwa 85 % der Treibhausgasemissionen Deutschlands aus. Der Trend ist seit 1990 leicht rückläufig. Hauptverursacher mit etwa der Hälfte der energiebedingten Treibhausgas-Emissionen ist die Energiewirtschaft. weiterlesen

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Wie reagieren Politik, Wirtschaft und Gesellschaft?

Erneuerbare Energien - Vermiedene Treibhausgase

Erneuerbare Energien vermeiden Treibhausgase. In vielen Bereichen verdrängen sie zunehmend fossile Energieträger und vermeiden damit Emissionen. Die meisten Emissionen werden durch die erneuerbare Stromerzeugung eingespart – aber auch im Wärme- und Verkehrssektor tragen erneuerbare Energien zum Klimaschutz bei. weiterlesen

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Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt