Dioxine und Polychlorierte Biphenyle (PCB) in Lebensmitteln

Dioxine/Furane und polychlorierte Biphenyle gehören zu den Persistenten Organischen Stoffen. Aufgrund ihrer Langlebigkeit kommen sie nach wie vor in der Umwelt vor, wenngleich auch auf niedrigem Niveau. Vor allem in Böden und Sedimenten der Gewässer, aber auch auf Pflanzen reichern sie sich an.

Polychlorierte Dibenzo-p-dioxine und Dibenzofurane (PCDD/F) und Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind persistente, bioakkumulierende und gesundheitsschädliche Verbindungen. Der Mensch nimmt PCDD/F und PCB im Wesentlichen über fetthaltige, vom Tier stammende Lebensmittel wie Fleisch, Milchprodukte und Eier sowie Fischereierzeugnisse auf.

In den letzten Jahren wurde in Deutschland das Lebensmittelmonitoring von dioxinähnlichen (dl-)PCB und auch nicht-dioxinähnlichen (ndl-)PCB intensiviert. Hintergrund ist die Einführung von EU-Höchstgehalten für die Summe aus PCDD/F und dl-PCB sowie für die Summe aus den sechs ndl-PCB-Kongeneren in Lebensmitteln. Darüber hinaus wurde 2011 für Labore eine Meldepflicht bei Überschreitungen des EU-Höchstgehalts bei Lebensmitteln und Futtermitteln eingeführt. In diesem Rahmen wurde vermehrt festgestellt, dass besonders Nutztiere aus extensiver Haltung (Rind, Schaf, Legehennen) bzw. die von ihnen gewonnenen Lebensmittel auch ohne spezifische Futtermittelbelastung zum Teil die EU-Höchstgehalte für die Summe von Dioxinen und dl-PCB (PCDD/F-PCB-TEQ) überschreiten und dass diese Belastungen zum großen Teil aus der Umwelt stammen. Weitere Informationen finden sie hier.

Im Rahmen des Bundesweiten Überwachungsplans (BÜp ) wurden im Jahr 2011 Dioxine und dl-PCB in Fleisch von Rindern aus extensiver Haltung und in Böden der Weideflächen untersucht. 37 von 220 Rindfleischproben (16,8 Prozent) überschritten den nominellen Höchstwert der WHO(2005) für die Summe aus PCDD/F und dl-PCB von 4,0 pg TEQ/g Fett (siehe Abb. „Dioxine und PCB in Rindfleisch aus Mutterkuhhaltung“).

Einen Bericht des Landesamtes für Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vom Juli 2012 finden Sie hier.

Im Bundesweiten Überwachungsplan wurde ermittelt, dass 37 von 220 Rindfleischproben (entsprechend 16,8 %) den nominellen Höchstgehalt t für die Summe aus PCDD/F und dl-PCB überschritten. Dabei stammt der Großteil des TEQ von dl-PCB.
Dioxine und PCB in Rindfleisch aus Mutterkuhhaltung
Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Diagramm als PDF