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Bodenbelastung, Land-Ökosysteme

Böden erfüllen wichtige Funktionen für das Leben auf der Erde und bilden die Grundlage vieler Land-Ökosysteme. Sie filtern das Wasser, binden Nährstoffe und sind als Wurzelraum von Pflanzen essenziell für die Ernährung des Menschen. Doch sowohl Böden als auch Land-Ökosysteme sind vielfältigen äußeren Belastungen ausgesetzt und können ihre natürliche Funktions- und Ertragsfähigkeit verlieren.

Die Spannweite der Belastungen, denen Böden ausgesetzt sind, reicht von der intensiven maschinellen Bearbeitung bis hin zur übermäßigen Zufuhr von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln im Rahmen der agrarischen Bewirtschaftung. Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Böden werden nicht nur die Bodeneigenschaften negativ beeinflusst, sondern es ergeben sich auch vielfältige Umweltwirkungen. Bedeutsame ökologische Probleme sind in diesem Zusammenhang die Versiegelung von Böden, die Verdichtung des Bodengefüges sowie ein Stickstoffüberschuss und die stellenweise Versauerung von Böden.

Genau wie die bewirtschafteten, erfahren auch natürliche terrestrische Ökosysteme eine Vielzahl von weiteren Umweltbelastungen. Nährstoff- und Schadstoffeinträge aus der Luft stören die Funktionsfähigkeit und die biologische Vielfalt dieser Naturräume. Hinzu kommen weitere Umweltwirkungen, wie zum Beispiel durch bodennahes Ozon, das die Vegetation von Ökosystemen schädigen kann oder ökologische Belastungen durch Altlasten (beispielsweise durch stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen oder Industriestandorte).

Das Umweltbundesamt setzt sich daher für den Schutz von Böden und Land-Ökosystemen ein. Indem es Grundlagen für die Sicherung der Bodenqualität und zur Beurteilung der Gefährdungssituation von Land-Ökosystemen erarbeitet, leistet es einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Sicherung dieser wertvollen Ressourcen.

Wichtiges in Kürze

  • Die Abbildung zeigt den Flächenanteil in Deutschland, auf dem die Belastungsgrenzen für Eutrophierung zwischen 1980 und 2010 überschritten wurden. Der Anteil der Flächen mit Überschreitung der Belastungsgrenzen nahm zwischen 1980 und 2010 moderat ab.
    Indikator: Eutrophierung durch Stickstoff

    Trotz rückläufiger Stickstoffeinträge wurden im Jahr 2010 die Belastungsgrenzen (Critical Loads) auf 54 Prozent der Fläche empfindlicher Ökosysteme überschritten. Besonders drastisch sind die Überschreitungen in Teilen Nordwestdeutschlands, wo auf empfindlichen Böden intensiv Tierhaltung betrieben wird und der Stickstoffeintrag aufgrund der dort ansässigen Landwirtschaft sehr hoch ist. weiterlesen

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Wie geht es der Umwelt?

Waldzustand: Kronenverlichtung

Wälder sind Lebensraum für Pflanzen und Tiere, filtern Schadstoffe aus der Luft, schützen vor Erosion und Lawinen, wirken regulierend im Wasserhaushalt, dienen dem Menschen als Ort für Erholung und liefern den Rohstoff Holz. Diese vielfältigen Funktionen im Naturhaushalt und für den Menschen können nur gesunde Wälder erfüllen. Die Kronenverlichtung zeigt den Gesundheitszustand von Waldbäumen an. weiterlesen

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Humusstatus der Böden

Der Humusanteil ist ein wesentlicher Bestandteil für die Struktur und die biologischen wie ökologischen Funktionen der Böden. Eine bundesweite Auswertung der organischen Substanz der Oberböden zeigt ein differenziertes Muster nach Bodenausgangsgesteinen, Landnutzung und Klimaregionen. weiterlesen

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Landbedeckung und Landnutzung

Landbedeckung ist die physikalische Bedeckung der Landfläche beispielsweise mit Vegetation, Bauwerken oder Gewässern. Die Landbedeckung kann mittels Luftbildern oder Satellitenaufnahmen ermittelt werden. Diese Daten belegen, dass in allen europäischen Ländern künstliche Oberflächen, also bebaute oder versiegelte Flächen, Deponien oder "Abbauland", wachsen, während Landwirtschaftsflächen abnehmen. weiterlesen

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Bodenversiegelung

Etwa 46 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen sind versiegelt, das heißt bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder anderweitig befestigt. Damit gehen wichtige Bodenfunktionen, vor allem die Wasserdurchlässigkeit und die Bodenfruchtbarkeit, verloren. Mit der Ausweitung der Siedlungs- und Verkehrsflächen nimmt auch die Bodenversiegelung zu - im Jahr 2011 um rund 100 Quadratkilometer. weiterlesen

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Welche Folgen hat das?

Überschreitung der Belastungsgrenzen für Eutrophierung

Nährstoffeinträge (vor allem Stickstoff) aus der Luft belasten Land-Ökosysteme und gefährden die biologische Vielfalt. Zur Bewertung dieser Belastung stellt man ökosystemspezifische Belastungsgrenzen (Critical Loads) den aktuellen Stoffeinträgen aus der Luft gegenüber. Trotz rückläufiger Stickstoffbelastungen in Deutschland besteht weiterhin Handlungsbedarf – vor allem bei den Ammoniakemissionen. weiterlesen

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Überschreitung der Belastungsgrenzen für Versauerung

Die versauernden Schwefel- und Stickstoffeinträge aus der Luft in Land-Ökosysteme haben in den letzten Jahren stark abgenommen. Zur Bewertung dieser Belastung stellt man ökosystemspezifische Belastungsgrenzen (Critical Loads) den aktuellen Stoffeinträgen aus der Luft gegenüber. Ammoniumstickstoffeinträge aus der Landwirtschaft sind mittlerweile die Hauptursache für Versauerung. weiterlesen

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Wie reagieren Politik, Wirtschaft und Gesellschaft?

Altlasten und ihre Sanierung

Altlasten stellen eine große ökologische Belastung dar. Ihre Sanierung trägt dazu bei, den Umweltzustand erheblich zu verbessern, Standorte in eine Nachnutzung zu bringen und Investitionshemmnisse zu beseitigen. weiterlesen

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Instrumente und Maßnahmen: Bodenschutzpolitik

Instrumente und Maßnahmen der Bodenschutzpolitik ergeben sich aus rechtlichen Vorgaben und deren Implementierung. Entsprechende Regelungen finden sich zum einen auf nationaler und europäischer Ebene. Zum anderen enthält auch das internationale Recht bodenbezogene Vorschriften. Daneben sind Planungs- und Förderinstrumente sowie Maßnahmen zur Steigerung des Bodenbewusstseins zu nennen. weiterlesen

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Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt