DAS-Handlungsfeld Wasser

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Der Klimawandel hat weitreichende Auswirkungen für den globalen Wasserhaushalt.
Quelle: Volker Kraus / pixelio.de

Monitoringbericht 2015 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Inhaltsverzeichnis

 

Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft, Küsten- und Meeresschutz

Das Niederschlagsgeschehen und der Temperaturhaushalt sind die wichtigsten Triebfedern des natürlichen Wasserkreislaufs, im globalen wie im regionalen Maßstab. Ändern sich die klimatischen Verhältnisse, ändern sich in der Folge auch der Wasserhaushalt und damit der Rahmen für die Wasserbewirtschaftung.

Nicht von ungefähr beschäftigt sich die Wasserwirtschaft in Deutschland schon seit vielen Jahren mit den Auswirkungen, die der Klimawandel nach sich ziehen kann. Wichtige Themen sind dabei z. B. der dauerhafte Schutz vor extremen Hochwasserereignissen sowohl an der Küste als auch an den Binnengewässern oder die langfristige Nutzbarkeit und Bewirtschaftung der Wasserstraßen. Ökologische Fragestellungen muss die Wasserwirtschaft ebenfalls im Blick behalten. Gemäß den Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie gilt es, einen guten Zustand der Gewässer zu erhalten oder wiederherzustellen und ihre Funktion als Lebensraum für Tiere und Pflanzen dauerhaft sicherzustellen. Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und die Anpassung an den Klimawandel gehen dabei häufig Hand in Hand.

Die klimatischen Veränderungen werden auch die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser beeinflussen. Wasser ist nicht nur ein wertvolles Lebensmittel, es ist auch für viele wirtschaftliche Aktivitäten unverzichtbar, z. B. als Kühlmedium in der Energiewirtschaft, als Roh­ und Betriebsstoff in der Industrie, als Verkehrsträger für die Schifffahrt, für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen oder auch für Erholung und Freizeit. Um die unterschiedlichen Ansprüche erfüllen zu können, muss das Wasser bestimmten Anforderungen an Menge und Qualität genügen. Selbst in einem grundsätzlich wasserreichen Land wie Deutschland kann es zukünftig regional zu Schwierigkeiten mit der ausreichenden Wasserverfügbarkeit kommen. Ein schonender Umgang mit den Wasservorräten und die Balance zwischen Wasserdargebot und -nutzung gehören daher ebenfalls zur Anpassung.

 

Auswirkungen des Klimawandels

Mengenmäßiger Grundwasserzustand (WW-I-1)

Mittlerer Abfluss (WW­I­2), Hochwasser (WW­I­3)

Niedrigwasser (WW-I-4)

Wassertemperatur stehender Gewässer  (WW-I-5)

Dauer der Stagnationsperiode in stehenden Gewässern (WW-I-6), Eintreten der Frühjahrsalgenblüte in stehenden Gewässern (WW-I-7)

Wassertemperatur des Meeres (WW-I-8)

Meeresspiegel (WW-I-9)

Intensität von Sturmfluten (WW­-I­-10)

 

Anpassungen

Wassernutzungsindex (WW-R-1)

Gewässerstruktur (WW-R-2)

Investitionen in den Küstenschutz (WW-R-3)