DAS-Handlungsfeld Menschliche Gesundheit

Füße von zwei Mädchen in weißen Kleidern in Wasserbecken.zum Vergrößern anklicken
DAS-Handlungsfeld Menschliche Gesundheit
Quelle: Helene Souza / pixelio.de

Monitoringbericht 2015 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Inhaltsverzeichnis

 

Menschliche Gesundheit

Der menschliche Organismus setzt sich ständig mit den klimatischen Bedingungen seiner Umwelt auseinander und reagiert mit körpereigenen Anpassungsreaktionen auf diese Reize. Vor allem extreme Wetter- und Witterungssituationen können die Gesundheit sowie die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden beeinträchtigen.

Der Klimawandel hat bereits heute vielfältige direkte und indirekte Auswirkungen auf die Gesundheit. Witterungs- und Klimaveränderungen können dazu führen, dass Infektionskrankheiten sowie nicht-übertragbare Krankheiten wie Allergien zunehmen oder sich die Symptome bei Herz-Kreislaufund Atemwegserkrankungen verstärken. Extremereignisse wie Stürme, Hochwasser, Lawinenabgänge oder Erdrutsche sind eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben, sie können außerdem zu sozialen und psychischen Belastungen und Störungen wie Stress, Angstzuständen und Depressionen führen. Der Nachweis, dass Erkrankungen oder Todesfälle klimawandelbedingte Ursachen haben, ist allerdings schwer zu führen, denn sowohl die Exposition gegenüber Risikofaktoren als auch der Gesundheitszustand des Menschen sind von zahlreichen Einflüssen abhängig. Zu berücksichtigen ist auch, dass sich zeitgleich mit dem Klimawandel demografische und gesellschaftliche Veränderungen vollziehen. Steigende Lebenserwartung erhöht das Risiko chronischer Krankheit und von Vereinsamung. Zunehmende Armut führt dazu, dass Ressourcen für gesundheitliche Vorsorge und angemessene Betreuung fehlen. Aufgrund dieser Unsicherheiten erscheint es derzeit angemessen, primär die sich verändernden Risiken, die aus dem Klimawandel für die menschliche Gesundheit resultieren, in den Blick zu nehmen.

Im Zentrum von Anpassungsbemühungen steht die gesundheitliche Vorsorge. Mit fundierten und gut zugänglichen Informationen lassen sich Bürgerinnen und Bürger motivieren, durch Verhaltensanpassungen ihre persönlichen Risiken zu mindern. Gleichzeitig bedarf es der aktiven medizinischen und pflegerischen Unterstützung besonders empfindlicher Bevölkerungsgruppen, wenn es zu gesundheitsgefährdenden Situationen beispielsweise während Hitzewellen kommt.

 

Auswirkungen des Klimawandels

Hitzebelastung (GE-I-1), Hitzetote (GE-I-2)

Belastung mit Ambrosiapollen (GE-I-3)

Gefährdung durch Eichenprozessionsspinner (GE-I-4)

Überträger von Krankheitserregern (GE-I-5)

Blaualgenbelastung von Badegewässern (GE-I-6)

 

Anpassungen

Hitzewarndienst (GE-R-1), Erfolge des Hitzewarnsystems (GE-R-2)

Informationen zu Pollen (GE-R-3)