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Boden und Altlasten

Die Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt

Letzte Änderung: 29.03.2011

In einer nachhaltigen Umweltpolitik spielt der Bodenschutz eine zentrale Rolle. Denn der Zustand der Böden beeinflusst nicht nur Nahrungs- und Futtermittel, sondern auch Wasser, Luft und Klima. Um den Bodenschutz voranzutreiben und besser in den Fokus der Umweltpolitik und ins Bewusstsein der Menschen zu rücken, hat das Umweltbundesamt 2004 die „Kommission Bodenschutz“ (KBU) eingerichtet.

Die Ziele und Aufgaben der Kommission

Die KBU hat zum Ziel,

Die Kommission dient als eine Schnittstelle auf Bundesebene. Sie führt die wesentlichen Akteure des Bodenschutzes aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung übergreifend zusammen.

Die KBU unterstützt das Umweltbundesamt, insbesondere die Abteilung „Wasser und Boden“, durch sachverständige Beratung. Sie bearbeitet nicht nur Themen des Bodenschutzes, sondern auch angrenzende Themenfelder.

Wichtige Aufgaben sind:

Die Zusammensetzung der Kommission

In dem Gremium sind alle wichtigen Fachdisziplinen für einen nachhaltigen Bodenschutz repräsentiert. Neben den klassischen Disziplinen der Geo- und Agrarwissenschaften gehören der KBU auch Fachleute für Nachhaltige Entwicklung, Ökonomie, Ökotoxikologie und Altlastensanierung an.

Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Sie werden vom Präsidenten des Umweltbundesamtes für jeweils drei Jahre berufen.

Seit Anfang 2011 läuft die 3. Berufungsperiode der KBU.

Die Arbeitsweise der Kommission

Aktuelle Herausforderungen

Als Querschnittsaufgabe des Umweltschutzes ist der Bodenschutz auf viele öffentliche Aufgabenträger verteilt. Neben dem Bundes-Bodenschutzgesetz sowie der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung steuern zahlreiche andere umweltrechtliche Regelungen bodenschutzrelevante Belange. Dies führt bisher dazu, dass es kein bundeseinheitliches Schutzniveau für alle bodenschutzrelevanten Bereiche gibt. Insbesondere  Bewertungskonzepte bedürfen noch einer dringenden Harmonisierung. Dies ist insofern für die Zukunft wichtig, weil auch europäische und internationale Umweltvorschriften im Bodenschutz an Bedeutung gewinnen werden.

Auch die Fragen der Ressourceneffizienz – sowohl von Energie und Düngern als auch die Begrenztheit der Ressource Boden selbst – sind Herausforderungen, denen wir uns im Bodenschutz stellen müssen. Dazu zählen besonders die Konkurrenzen in der Landnutzung wie Siedlungs- und Verkehrsfläche in Konkurrenz zur landwirtschaftlichen Nutzung oder die Konkurrenz von Lebens- und Futtermitteln und des Anbaus nachwachsender Rohstoffe.

 

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