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Boden und Altlasten

Die Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt

Letzte Änderung: 27.01.2010

Der Bodenschutz ist nach wie vor das „Stiefkind“ der Umweltpolitik. Das ist nicht gerechtfertigt, denn die Böden mit ihren vielfältigen Schnittstellen zu Wasser, Luft und Klima sowie als Standort für Lebens- und Futtermittel spielen eine wichtige Rolle im Zentrum einer vorsorgenden Umweltpolitik. Zur Unterstützung des Umweltbundesamtes (UBA) im Bodenschutz wurde im Jahr 2004 - vom damaligen UBA-Präsidenten Prof. Dr. Andreas Troge - die „Kommission Bodenschutz“ berufen. Sie soll den Schutz des Bodens stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung bringen sowie der Umweltpolitik Impulse für künftige Strategien im Bodenschutz geben.

Als Querschnittsaufgabe des Umweltschutzes ist der Bodenschutz auf eine Vielzahl öffentlicher Aufgabenträger verteilt. Neben dem Bundes-Bodenschutzgesetz sowie der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung steuern zahlreiche andere umweltrechtliche Regelungen bodenschutzrelevante Belange. Dies führte bisher dazu, dass es kein bundeseinheitliches Schutzniveau über alle schutzrelevanten Bereiche für Böden gibt. Es besteht insbesondere Harmonisierungsbedarf bei den Bewertungskonzepten. Die Harmonisierung drängt, u.a. weil in Zukunft auch europäische und internationale Umweltvorschriften im Bodenschutz an Bedeutung gewinnen werden.

Das seit 1998 bestehende Bodenschutzrecht ist fachlich durch die Kommission Bodenschutz konsequent weiter zu entwickeln. Neue Entwicklungen, wie die Bodenschutzstrategie der Europäischen Kommission, sind zu begleiten. Nicht zuletzt sind neue Bedrohungen für Böden frühzeitig zu erkennen und präventive Strategien zur Vermeidung und Begrenzung dieser zu erarbeiten.

Die Ziele der Kommission

Die Gründung der Kommission

Kommission Bodenschutz (KBU) wurde am 6. Dezember 2004 - direkt nach dem Weltbodentag - der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Kommission dient als eine Schnittstelle auf Bundesebene. Sie führt die wesentlichen Akteure des Bodenschutzes aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung übergreifend zusammen.

In dem Gremium sind alle wichtigen Fachdisziplinen für einen nachhaltigen Bodenschutz repräsentiert. Neben den klassischen Disziplinen der Geo- und Agrarwissenschaften gehören der KBU auch Fachleute für Nachhaltige Entwicklung, Ökonomie, Ökotoxikologie und Altlastensanierung an.

Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Sie sind von dem Präsidenten des Umweltbundesamtes für jeweils drei Jahre berufen.

Seit Anfang 2008 läuft die 2. Berufungsperiode der KBU, alle bisherigen Mitglieder wurden wieder berufen.

Die Aufgabe der Kommission

Die KBU unterstützt das Umweltbundesamt, insbesondere die Abteilung „Wasser und Boden“, durch sachverständige Beratung. Sie bearbeitet Themen auf dem Gebiet Bodenschutz und angrenzenden Themenfeldern.

Die Arbeitsweise der Kommission

 

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