Letzte Änderung: 23.04.2012
Die Arbeiten des FBU werden im Handbuch "Berechnung von Prüfwerten zur Bewertung von Altlasten", herausgegeben vom Umweltbundesamt, und teilweise im Bundesanzeiger veröffentlicht. Hierfür ist eine Änderung des Titels in "Bewertung von Böden und Altlasten - Untersuchungsverfahren und Berechnung von Prüfwerten" vereinbart worden.
Die Arbeiten des Fachbeirats werden auch auf dieser Internetseite bereitgestellt.
Gegenwärtig liegen folgende Arbeiten des FBU fertig vor und werden für die Veröffentlichung vorbereitet:
Der Fachbeirat Bodenuntersuchungen hat die Aufgabe, die Entwicklung fortschrittlicher Verfahren und Methoden für Untersuchungen nach Anhang 1 der BBodSchV in Normung und Praxis kontinuierlich zu verfolgen. Rund fünf Jahre nach Verabschiedung der BBodSchV hat der FBU beschlossen, die gesammelten Erkenntnisse erstmalig zusammenzustellen, zu veröffentlichen und dabei Anwendungsempfehlungen auszusprechen. Damit soll ein Beitrag geleistet werden, die im Laufe der Zeit beim Vollzug zunehmende Diskrepanz zwischen den starren Methodenverweisen der Verordnung und den sich fortentwickelnden Erkenntnissen und Möglichkeiten, die sich in Normänderungen und -neuerscheinungen niederschlagen, abzubauen.
Im Zusammenhang mit der Novellierung der BBodSchV werden derzeit durch den Fachbeirat die Verfahren und Methoden des Anhangs 1 der BBodSchV aktualisiert und vorausgesetzt der Aufnahme zusätzlicher prioritärer Schadstoffe erweitert.
Die Untersuchungsverfahren werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Nach Erscheinen erfolgt ein Hinweis an dieser Stelle verbunden mit einer Zugriffsmöglichkeit zum Dokument.
Da bisher kein geeignetes Werkzeug zur Prüfung der Gleichwertigkeit von Analysenverfahren im Sinne der BBodSchV zur Verfügung stand, wurden in Zusammenarbeit zwischen der Gesellschaft für Qualitätsmanagement und Statistik mbH (quo-data GmbH) und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) die statistischen Grundlagen zum Nachweis der Gleichwertigkeit chemischer Untersuchungsverfahren durch Ringversuche oder durch In-house-Analysen unter Verwendung von Äquivalenztests erarbeitet.
Die entsprechenden Ergebnisse können als Grundlage dazu dienen, die Analysenverfahren mit neuen Varianten der Messergebnisermittlung bezüglich der Gleichwertigkeit einzuschätzen.
Das Herangehen wird als Kurzfassung im Bundesanzeiger veröffentlicht. Darüber hinaus ist die Kurzfassung des Papiers unter folgendem Link eingestellt:
Die Langfassung des Papiers ist unter dem folgenden Link eingestellt:
In den letzten Jahren wurden die Vor-Ort-Analytikverfahren für die Untersuchung von kontaminierten Böden zunehmend weiterentwickelt und z.T. auch über den in der BBodSchV explizit vorgesehenen Zweck hinaus eingesetzt. Der FBU hat Veröffentlichungen und Methodenbeschreibungen über Vor-Ort-Analytikverfahren (VOA-Verfahren) geprüft und eine grundsätzliche Stellungnahme erarbeitet. In der Veröffentlichung der Stellungnahme spricht der FBU allgemeine Empfehlungen für die Eignung der Verfahren aus und stellt Voraussetzungen für ihre Anwendung dar.
Die unter den unten angegebenen Links veröffentlichten Dokumente beschreiben die Herangehensweise bei der Ableitung der Messunsicherheit sowohl aus der Sicht des Vollzuges als auch für die Berechnung der laborindividuellen Messunsicherheit.
Ziel dieses Projektes war, im Rahmen der Novellierung der BBodSchV einen Beitrag im Hinblick auf eine Zusammenstellung und Bewertung von Probennahmeverfahren für Böden (Probenaufschluss und -entnahme) des Anhang 1 der BBodSchV insbesondere unter Beachtung der Messunsicherheit zu leisten. Der Bericht besteht aus zwei Teilen:
Teil 1: Eine kritische Betrachtung z.T. aktualisierter Regelwerke und Normen für die Bodenprobennahme zeigte, dass zurzeit kein „Dokument“ existiert, das alle erforderlichen Aspekte einer Handlungsempfehlung für Probennahmeverfahren für Böden insbesondere auch unter Einbeziehung der Qualitätssicherung und der Bewertung von Messunsicherheiten erfüllt. Es bestehen Diskrepanzen zwischen der Anwendung der Normen zur Untersuchung der „Bodenbeschaffenheit“ (insbesondere Normenreihe ISO 10381) und der Normen aus dem „geotechnischen Bereich“, wobei die Normenreihe ISO 10381 mehr den Qualitätsansprüchen möglicher Kontaminationen bei der Bodenprobennahme gerecht wird. Für die Anwendung der Normen und Regelwerke stellen die länderübergreifenden und -spezifischen Materialien eine wertvolle Unterstützung dar. Der Zusammenhang zwischen Aufschlussverfahren und Probenqualität, Fragen der Messunsicherheit und Qualitätssicherung sowie Aspekte der Repräsentativität und der Heterogenität von Bodenproben nicht in ausreichendem Maße im Hinblick auf Anforderungen chemischer Untersuchungen herausgearbeitet.
Teil 2: Für die Einschätzung der Messunsicherheit von Bodenprobennahmeverfahren ergab eine Auswertung von Feldstudien einen Mittelwert von us = 11 %, jedoch mit einer großen Streuung.
Die Probennahmeunsicherheit läßt sich nicht mit einzelnen Komponenten des Probennahmeverfahrens oder Standortfaktoren in Beziehung setzen, wahrscheinlich wegen der Vielzahl der Einflussfaktoren. Die Datenlage bezüglich konkreter Zahlenwerte für us für klar definierte Probennahmeverfahren ist noch unzureichend.
Für Oberflächenproben mit denen der mittlere Gehalt von gängigen Analyten abgeschätzt werden soll, könnte man vorerst die Probennahmeunsicherheit gleich dem hier gefundenen Mittelwert setzen, sofern keine weiteren Informationen über den Standort verfügbar sind. Existieren Informationen über die Heterogenität, so kann dieser Wert modifiziert werden. Es sind jedoch weitere Ringversuche zur Einschätzung der Probennahmeunsicherheit bei der Beprobung von Böden notwendig, insbesondere auch für organische Verbindungen.
Im Gutachten erfolgt eine Zusammenstellung und Bewertung von Extraktionsverfahren zur Beurteilung der Verfügbarkeit von anorganischen und organischen Schadstoffen in Böden.
Dies beinhaltet eine Darstellung des Entwicklungsstandes der Methoden sowie notwendige noch ausstehende Versuche zur Robustheitsprüfung und Validierung sowie aktuelle Aktivitäten zur Schließung der Kenntnislücken. Betrachtet werden Verfahren zur Erfassung des aktuell und potentiell verfügbaren Anteils anorganischer und organischer Kontaminanten.
Darüber hinaus wird die Erfassung der Verfügbarkeit anorganischer und organischer Kontaminanten hinsichtlich der Resorptionsverfügbarkeit (DIN 19738) vorgenommen.