Letzte Änderung: 02.05.2011
Die Landnutzung ist ein entscheidender Indikator für Umweltbelastungen durch menschliches Handeln. Das europaweite Projekt CORINE Land Cover (CLC) hat die Bereitstellung von einheitlichen und damit vergleichbaren Daten der Landnutzungs- und Landbedeckungsinformationen für Europa zum Ziel. Mit CLC steht ein staatenübergreifendes Konzept und System für die Gewinnung und Auswertung dieser Informationen und deren Änderung zur Verfügung. Mit Beobachtungen aus dem Weltall (Satellitenfernerkundung) werden erfolgreich digitale Geoinformationen abgeleitet.
Die Erfassung von CLC wurde erstmals in den 90er Jahren europaweit auf der Basis von Satellitendaten im Maßstab 1:100.000 durchgeführt. Bei der Ersterfassung für das Referenzjahr 1990 (CLC1990) wurde in 44 Landnutzungsklassen unterschieden, von denen 37 Klassen – wie z.B. Siedlungsflächen, landwirtschaftlich genutzte Flächen, Wald, Feuchtgebiete und Wasserflächen – in Deutschland relevant sind.
Mit der 2. Erfassung für das Bezugsjahr 2000 (CLC2000), wurde, neben der Situation in 2000, erstmals die zeitliche Veränderung der Landbedeckung und Landnutzung im Bezug zu 1990 dokumentiert. Demnach hat der Anteil bebauter Flächen aber auch von Wäldern und Wasserflächen zugenommen. Dagegen ist die Ausdehnung landwirtschaftlicher Flächen und Feuchtgebiete deutlich rückläufig.
Eingebunden in die europaweiten Aktivitäten von GMES (Global Monitoring for Environment and Security), wurde in 37 europäischen Staaten eine Aktualisierung von CLC für das Referenzjahr 2006 vorgenommen. Wie schon für CLC2000 stehen neben dem Datensatz CLC2006 die Änderungen der Landnutzung zwischen 2000 und 2006 zur Verfügung. Demnach ist der Anteil bebauter Flächen und landwirtschaftlicher Flächen aber auch von Wäldern und Wasserflächen zunehmend. Rückläufig hingegen ist die Ausdehnung von Abbauflächen.
Das nationale Projekt CLC2006 wurde, wie schon CLC2000, durch das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum bei der DLR im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt.