Letzte Änderung: 05.12.2011

Titelblatt Ohne Boden bodenlos
Geröllhalde ohne bedeckenden Boden
im Bodetal - Foto: UBA/Marahrens
Viele glauben: „Im Boden ist es dunkel und leblos”. Doch das stimmt so nicht, wie der Wissenschaftliche Beirat Bodenschutz (WBB) beim Bundesumweltministerium beweist. Die acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bringen in der Broschüre „Ohne Boden - bodenlos” Licht in das vermeintliche Dunkel des Bodens. Auf 57 Seiten schildern sie bilderreich und gut verständlich, wie schillernd, lebendig und wertvoll Böden sind. Und sie zeigen, wie wir sie besser schützen können. Die vergriffene Publikation wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. Sie kann auf dieser Seite heruntergeladen werden.
Böden sind wertvoll. Wir siedeln auf ihnen und bauen darauf unsere Lebensmittel an. Der Boden reinigt das Wasser und ist Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen. Doch dieser Lebensraum ist empfindlich. Wir bürden ihm Schadstoffe, Arzneimittel und zuviel Dünger auf. Auch Erosion und Versiegelung für Siedlung und Verkehr gefährden unsere Lebensgrundlage. Beispielsweise wird in Deutschland pro Tag die freie Fläche von rund 90 Fußballfeldern mit Siedlungen und Straßen überbaut. Die Autorinnen und Autoren appellieren daher: Achtet mehr auf die Böden. Grundbesitzer, Landwirte, Naturschützer, Pädagogen - jeder kann etwas zum Bodenschutz beitragen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geben Empfehlungen ab, was zu tun ist. Hinterlegt werden die Empfehlungen durch umfangreiche weitere Informationsquellen und ein Glossar.
Zum damaligen WBB gehörten die Professoren Peter Grathwohl, Dietrich Henschler, Werner Klein, Günter Miehlich (Vorsitzender), Heidrun Mühle, Hans Willi Thoenes (stellvertretender Vorsitzender), Wolfgang Walther und Berndt Michael Wilke.