| Kurzbeschreibung: | |
| Lage | Rositz liegt ca. 10 km nordwestlich Altenburg in Thüringen auf 175 bis 185 m ü. NN in der Leipziger Tieflandsbucht. Die oberen, weitgehend unbedeckten tertiären Grundwasserleiter haben einen Flurabstand von 5 bis 12 m. Ihre Durchlässigkeit liegt bei 3 x 10-4 m / s. Bei einem mittleren Niederschlag von 585 l / m2a beträgt die Grundwasser-Neubildungsrate ca. 125 l / m2a.Das im Kreis Altenburg gelegene ehemalige Teerverarbeitungswerk besteht aus dem eigentlichen Werksgelände ( 43,6 ha ), dem Teersee im Tagebaurestloch „Neue Sorge" ( 1,9 ha ) und der „Aschenhalde Fichtenhainichen" ( 15,9 ha ). |
| Historie | Zwischen 1917 und 1990 wurden ca. 17,5 Mio. t Braunkohlenschwelteer ( BKST ), 9,25 Mio. t Erdöl sowie ca. 0,6 Mio. t sonstige Rohstoffe, darunter 0,2 Mio. t Schwefelsäure, Natron- und Kalilauge verarbeitet. Bei Bombenangriffen in den Jahren 1944 / 45 wurde ein Tankraum für ca. 100.000 t völlig zerstört. |
| Gefährdungssituation | Die Kontaminationen von Boden und Grundwasser sind im wesentlichen Benzol, Toluol, Ethybenzol, Xylol ( BTEX ), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe ( PAK ), aliphatische Kohlenwasser-stoffe ( AKW ) und Phenole. Das Grundwasser im Bereich des Werksgeländes und in dessen Abstrom ist mit diesen Stoffen zum Teil erheblich belastet. Im Untergrund des Werksgeländes wurden auf dem Grundwasser schwimmende Öllinsen nachgewiesen. Die im direkten Umfeld der Deponie Neue Sorge beprobten Grundwassermeßstellen weisen ebenfalls eine erhöhte Schadstoffkonzentration auf. Darüber hinaus gehen von der offenen Oberfläche der Teerdeponie je nach Witterung zum Teil sehr geruchsintensive Emissionen aus, die eine erhebliche Belastung für die Anwohner im unmittelbaren Umfeld der Neuen Sorge darstellen. |
Das Großprojekt wurde
bereits bezüglich der Sanierungskosten pauschaliert und befindet sich
in eigenverantwortlicher
Umsetzung des Landes. Somit können diese Seiten von uns nicht mehr aktualisiert werden. Für weitere Informationen und aktuelle Details wenden Sie sich bitte direkt an die zuständigen Landesbehörden.