Großprojekt: LAUTA                                                      
Kurzbeschreibung:
Lage Das Lauta-Werk befindet sich in Nord-Sachsen, unmittelbar an der Landesgrenze zu Brandenburg. Die gesamte Flächeninanspruchnahme des Großprojektes Lautawerk beträgt: 3.121.246 m². Die ehemaligen Betriebsflächen liegen im weiteren, südlichen Einzugsgebiet des wasserwirtschaftlichen Speichersystems Senftenberg ( Einzugsbereich Wasserwerk Buchwalde ) und befindet sich im Einwirkungsbereich der bergbaulichen Grundwasserabsenkung.
Historie Bereits 1917 wurde mit dem Aufbau der Tonerdefabrik, einer Aluminiumhütte sowie eines Braun-kohlekraftwerkes begonnen. Der Standort entwickelte sich unter Leitung der Vereinigten Aluminium-werke AG ( VAW ) zum größten Tonerde- und Aluminiumproduzenten Europas. Das Werk wurde bis 1990 betrieben. 
Gefährdungssituation  In den bisherigen Erkundungs- und Untersuchungskampagnen konnten insgesamt fünf bzw. sechs „kontaminierte Bereiche" erfaßt werden. Es handelt sich hierbei um das eigentliche Werksgelände, um den Bereich der Teerteiche und der Blauen Donau, der Rotschlammhalden, des Restlochs sowie um den Bereich der chemischen Reinigung. 
Von besonderer Bedeutung sind aufgrund der Verunreinigungssituation die Bereiche der Teerteiche, der Blauen Donau sowie der im Anstrom befindlichen und nicht zum Großprojekt gehörenden chemischen Reinigung. 
In allen erfaßten Bereichen stellt die Schadstoffausbreitung über das Grundwasser ( insbesondere Teerteiche, Blaue Donau, chemische Reinigung ) den Hauptbelastungspfad dar. Zudem ist als weiterer Belastungspfad für den Bereich der Blauen Donau, der Rotschlammhalden und des Restlochs das Oberflächenwasser anzusehen. Darüber hinaus ist die Gefahr des möglichen, direkten Kontaktes mit Schadstoffen im Bereich des Restlochs (Oberflächenwasser; „Arbeiten"), der Teerteiche ( Feststoffe; „Arbeiten" ) und der Blauen Donau ( Oberflächenwasser, sehr eingeschränkt Umgebungsluft - Inhalation ) gegeben. Auch die Gefahr der Schadstoffaufnahme über den Pfad Grundwasser ( vereinzelte Haus- und Gartenbrunnen ) - Trinkwasser bzw. Pflanzen ( Kleingartennutzung im Bereich der Blauen Donau ) kann nicht generell ausgeschlossen werden. 
Die Bereiche Teerteiche und Blaue Donau sind durch Verunreinigungen mit Phenolen und aromatischen Kohlenwasserstoffen gekennzeichnet. Betroffen sind die Oberflächenwässer im Bereich Blaue Donau ( Entwässerungssysteme, Schleichgraben ) und insbesondere das Grundwasser. 
Der Bereich des Restlochs ist insbesondere hinsichtlich des extremen pH-Wertes des Oberflächenwassers des Restlochs ( pH: 12 - 14 ) umweltrelevant belastet. Aufgrund der örtlichen Situation ( Ausbildung einer dichten „Pufferzone" zwischen Oberflächenwasser und Grundwasser ) ist das Grundwasser im Bereich des Restlochs nicht potentiell gefährdet. 
Der Bereich der Rotschlammhalden weist z. T. erhöhte bis hohe Belastungen des Grund- und Oberflächenwassers durch Schwermetalle ( u. a. Arsen, Chrom, Kupfer ) sowie CKW und Phenole auf. 
Das Werksgelände (ohne Teerteiche) ist z. T. durch singuläre, produktionsbedingte Prozesse oder Ablagerungen örtlich verunreinigt (Schwermetalle, Mineralölkohlenwasserstoffe, PCB).