Blei im Feinstaub

Ein Auto steht in einer Tiefgarage.zum Vergrößern anklicken
Der Straßenverkehr ist die größte Emissionsquelle für Blei.
Quelle: B. Plank / Fotolia.com

Blei ist ein giftiges Schwermetall. Es liegt selten elementar, sondern meist in Verbindung mit anderen Stoffen vor. In der Luft wird Blei partikelgebunden bestimmt.

Inhaltsverzeichnis

 

Emittenten

Bis vor rund zwei Jahrzehnten war der Straßenverkehr die Hauptquelle für die Umweltbelastung mit Blei. Bleiverbindungen wurden dem Benzin als „Anti-Klopfmittel” beigemischt. Die Autoabgase führten zu immensen Umweltbelastungen. Auch heute noch ist der Straßenverkehr die größte Emissionsquelle, da Blei durch den Abrieb von Bremsen und Reifen in die Luft emittiert wird. Außerdem stammen noch geringfügige Emissionen aus der Industrie, vor allem der Metallverarbeitung, und der Verbrennung fossiler Energieträgern, die alle geringfügige Spuren von Blei enthalten.

 

Gesundheitsrisiken

Blei und seine Verbindungen werden durch die menschliche Lunge gut resorbiert. Dennoch nimmt die Allgemeinbevölkerung Blei hauptsächlich über die Nahrung auf. Besonders bei Kindern schädigen schon geringe Mengen das Nervensystem, so dass sie hinsichtlich ihrer mentalen Entwicklung gefährdet sind. Bei Erwachsenen zeigen sich bei chronischer Vergiftung Wirkungen auf das blutbildende System, Bluthochdruck und weitere unspezifische Symptome. Blei und seine anorganischen Verbindungen sind bei der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als möglicherweise/wahrscheinlich krebserregend eingestuft.

 

Luftqualitätsstandard

Für Blei gilt seit dem 1.1.2005 europaweit ein Grenzwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit: 0,5 µg/m³ dürfen im Jahresmittel nicht überschritten werden.

 

Belastung der Luft

Der Grenzwert wurde in Deutschland seit dem Jahr 2007 nicht überschritten; die Konzentrationen in der Luft unterschreiten diesen Wert zumeist deutlich.
Im städtischen Bereich liegen die über alle Stationen gemittelten Werte bei 10 ng/m³, im ländlichen Bereich bei 5 ng/m³. Etwas höhere Konzentrationen werden in Industrienähe gemessen: Die Konzentrationen entsprechen etwa dem 4-fachen der städtischen Werte. Die Stationen des Umweltbundesamtes, die an besonders abgelegenen Standorten die Luftqualität messen, weisen meist die niedrigsten Werte auf. Hier liegen die Blei-Konzentrationen bei 3 ng/m³.  
Im Vergleich mit Daten aus den anderen europäischen Ländern liegen die Konzentrationen in Deutschland im unteren Drittel.

<>
Teilen:
Artikel:
Drucken Senden
Schlagworte:
 Blei  Schwermetall  Pb  Immission  Luftqualität  Luftschadstoff  Luft  Belastung