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Letzte Änderung: 23.04.2012
King George Island ist die größte der South Shetland Inseln, sie liegt etwa 1.000 Kilometer südlich von Feuerland. Das südwestliche Ende der Insel, bekannt als Fildes-Halbinsel, ist felsig und nicht von Eis bedeckt. 
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der Karte (PDF / 716 KB)Die Fildes-Region könnte ein „Besonderes antarktisches Verwaltungsgebiet” werden. Den Vorschlag, die Region zukünftig als „Antarctic Specially Managed Area” (ASMA) auszuweisen, hat Deutschland auf der 29. Antarktis-Vertragsstaatenkonferenz eingebracht (Edinburgh, 2006). Anlass war die ungenügende Koordination der wissenschaftlichen, logistischen und touristischen Aktivitäten auf der Fildes- Halbinsel, die in der Vergangenheit zu erheblichen Umweltbelastungen führte. Fünf Stationen und vier Hütten (Argentinien, Brasilien, Chile, China, Russland, Uruguay) auf dem etwa 30 km² großen Gebiet in Verbindung mit weiteren menschlichen Aktivitäten setzen die Region einem hohen Nutzungsdruck aus. Die Fildes-Halbinsel und die vorgelagerte Insel Ardley werden intensiv für wissenschaftliche und logistische Aktivitäten und zunehmend auch von dem wachsenden Tourismus in Anspruch genommen. In der Folge bildeten sich Müllhalden, es kam zu gravierenden Schäden an der empfindlichen Vegetation und zu Landschaftszerstörung. Des Weiteren verloren verschiedene Seevogelarten ihre Brutplätze, so wanderte etwa der Südliche Riesensturmvogel von Teilen seiner traditionellen Brutplätze ab.
Ziel der Bemühungen ist es, die Aktivitäten vor Ort besser koordinieren und umweltverträglicher gestalten zu können. Um die Ausweisung dieser Region als ein „Besonderes antarktisches Verwaltungsgebiet” vorzubereiten, hat das Umweltbundesamt im Jahre 2003 ein Forschungsprojekt an das Institut für Ökologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena vergeben („Evaluierung des Gefährdungsgrades der Gebiete Fildes Peninsula und Ardley Island und Entwicklung der Managementpläne zur Ausweisung als besonders geschützte oder verwaltete Gebiete”, Leitung des Projektes Dr. Hans-Ulrich Peter, Mitarbeiter: Dr. Simone Pfeiffer, Osama Mustafa und Christina Büßer). Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena sind bereits seit dem Jahr 1986 regelmäßig in diesem Gebiet tätig. Die vorgeschlagene Maßnahme zielt darauf ab, Forschung und Tourismus in der stark frequentierten Fildes-Region so zu koordinieren, dass die einzigartige Umwelt intakt bleibt.
Die vergleichsweise große Biodiversität und die bedeutenden Fossilienfunde in der Region führten bereits dazu, dass es auf der Fildes-Halbinsel zur Ausweisung zweier „Besonderer antarktischer Schutzgebiete” (ASPAs) kam. Eine internationale Arbeitsgruppe unter deutsch-chilenischem Vorsitz untersucht nun seit September 2006 die Frage, ob die Vertragsstaaten die gesamte Fildes-Region als „Besonderes antarktisches Verwaltungsgebiet” ausweisen oder auf andere Weise schützen sollen. Bisher gibt es in der Antarktis lediglich sechs „Besondere antarktische Verwaltungsgebiete” (ASMAs).
Das Forschungsprojekt erfasst Daten über einen Zeitraum von drei Jahren (2003-2006). Die parallel dazu angestoßene internationale Diskussion mit den Antarktis-Konsultativstaaten mündete im Laufe der Jahre in drei Workshops:
Gegenwärtig führt das UBA die gemeinsam mit Chile übernommene Leitung und Koordinierung der Internationalen Arbeitsgruppe zur Diskussion des Gebietsmanagements für die Fildes-Region ("International Working Group for the Fildes Peninsula Region”) bis zum nächsten Treffen des Umweltausschusses (CEP) fort. Grundlage der Diskussion ist u.a. der von Deutschland mit Hilfe des o.g. Forschungsprojekts erarbeitete ASMA-Managementplan. Der Abschlussbericht des Forschungsprojekts „Evaluierung des Gefährdungsgrades der Gebiete Fildes Peninsula und Ardley Island und Entwicklung der Managementpläne zur Ausweisung als besonders geschützte oder verwaltete Gebiete” liegt vor.