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Letzte Änderung: 10.08.2010
Die Schonung der natürlichen Ressourcen und der nachhaltige Umgang mit erneuerbaren und nicht erneuerbaren Rohstoffen gehören zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Einerseits gilt es, die Versorgung mit Rohstoffen dauerhaft sicherzustellen und andererseits, eine Entlastung der Umwelt zu erreichen. Eine effiziente und umweltschonende Materialnutzung von der Rohstoffgewinnung bis zur Abfallbewirtschaftung ist hierfür eine grundlegende Voraussetzung.
Die Umweltministerien und –ämter Deutschlands, Österreichs und der Schweiz setzten mit der Drei-Länder-Fachtagung „Re-source 2009”, die vom 23.06. bis 24.06.09 im Presse- und Besucherzentrum der Bundesregierung Berlin stattfand, wichtige Impulse zu den Themen der nachhaltigen Ressourcennutzung und der Weiterentwicklung von Konzepten zur Ressourcenschonung mit abfallwirtschaftlichem Schwerpunkt. Gleichzeitig wurden mögliche Hemmnisse sowie Potenziale bei der Steigerung der Ressourcen- und insbesondere der Materialeffizienz aufgezeigt.
Nachfolgend finden Sie Informationen zur Veranstaltung:
Ein Interview dazu mit Ernst Ulrich von Weizsäcker finden Sie auf der Presseseite unter „UBA-Podcast”.
Workshop im Umweltbundesamt Dessau-Roßlau, 14.11.2007
Deutschland gehört weltweit zu den wenigen Regionen, in denen die Bevölkerungszahlen schrumpfen. Jedoch muss auch in Deutschland regional weiter differenziert werden. Dr. Günter Herfert vom Leibniz Institut Leipzig beschrieb am Beispiel Ostdeutschland die Zusammenhänge der regionalen Polarisierung: Schrumpfungsregionen sind häufig geprägt durch eine Abwärtsspirale aus Wirtschaftsschwäche, Arbeitsplatzabbau, Nachfragerückgang und Abwanderung. Der Anteil von Gemeinden mit abnehmender Bevölkerungszahl nimmt – auch im Westen – zu.
Die Kostentreiber der Abfallwirtschaft sind zwar bekannt, es fehlt aber sowohl an Modellen, als auch an Wissen über geeignete Koeffizienten, um sichere Prognosen für die – demografisch geänderte – Zukunft der Abfallwirtschaft erstellen zu können. Dr. Jochen Hoffmeister (Prognos AG Düsseldorf) stellte erste Korrelationen zwischen verschiedenen Einflussfaktoren im Spannungsfeld Abfallwirtschaft und demografischem Wandel dar. Zukünftig werden insbesondere regional differenzierte Prognosen der Abfallmengen und Wertstoffgehalte immer wichtiger.
Es ist somit eine öffentliche Aufgabe, den Informationsstand zu den ökologischen Auswirkungen des demografischen Wandels zu erheben. Dieser bildet für Unternehmen die Grundlage, um einen strategischen Controllingprozess zu etablieren. Prof. Dr. Heinz-Georg Baum (Hochschule Fulda) fordert gesicherte Prognosemodelle, um auch eine höhere Planungssicherheit für Anlagenbetreiber und letztendlich stabile Abfallbehandlungspreise für die Verbraucher zu erwirken.
Unter welchen Konditionen die Abfallentsorgung in (Teil-)entsiedelten Regionen aufrechterhalten werden kann und wie sich dies auf die Abfallgebühren auswirkt fragte Henrik Hauser (IML Fraunhofer, Dortmund). Bei der Diskussion um mögliche Systemänderungen in der Abfallwirtschaft, dürfen Diskussionen um die Entsorgungssicherheit nicht außen vor bleiben – und eng damit verbunden auch die Frage, ob sich der demografische Wandel auf Privatisierung/Kommunalisierung auswirkt.
Der Baubestand stellt aktuell ein großes Ressourcenpotenzial dar, das bisher zu wenig genutzt wird. Vermehrter Gebäudeleerstand verlangt nach Nutzungskonzepten. Prof. Dr. Helmut Rechberger (TU Wien) verdeutlichte am Beispiel des anthropogenen Lagers der Stadt Wien die Relevanz dieser Ressourcenquelle. Um sie adäquat zu nutzen, ist ein breites Wissen über die materielle Zusammensetzung von Gebäuden wichtig. Zukünftig kann dies zum Beispiel durch die Entwicklung eines materialbezogenen Gebäudepasses unterstützt werden.
Um den Stand der Technik beim Rückbau von Gebäuden und der Aufbereitung zu hochwertigen Sekundärbaumaterialien drehte sich der Abschlussvortrag. Eine stärkere Förderung der bisher zu wenig genutzten Bauteileverwendung z.B. aus Plattenbauten regte Dr. Angelika Mettke (BTU Cottbus) an. Die Wiederverwendung stellt nicht nur ein großes Ressourcen- und Klimaschutzpotenzial dar, sie kann auch finanziell interessant sein. In Zukunft sollen deshalb Instrumente entwickelt werden, die eine hochwertige Kreislaufführung von Baumaterialien sicherstellen.
Wenn Sie Fragen zum Thema oder Interesse an weiteren Informationen zum Workshop haben, nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.
Vom 15. bis 16. November 2004 fand, eingebettet in die 6. internationale EDEN-Konferenz PDF / 239 KB, in Berlin ein Kolloquium zum 10-jährigen Jubiläum der Anlaufstelle Basler Übereinkommen statt. Es wurde moderiert von Dr. Andreas Jaron (Referatsleiter, Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Bonn) und Dr. Joachim Wuttke (Leiter der Anlaufstelle Basler Übereinkommen, Umweltbundesamt, Berlin).
John Myslicki, ehemaliger Leiter der Abteilung Grenzüberschreitende Abfallverbringung, Environment Canada - Vortrag PDF / 113 KB und Präsentation PDF / 224 KB
Dr. Ludwig Krämer, EU Kommission, Brüssel - Vortrag PDF / 148 KB
Andreas Bernstorff, Greenpeace Deutschland - Vortrag PDF / 824 KB
Dr. Ernst Joachim Martin, Leiter Stab Umweltschutz und Arbeitssicherheit, H.C. Starck GmbH, Goslar - Vortrag PDF / 69 KB
Marco Buletti, Bundesamt für Umwelt, Forsten und Landschaft, Schweiz - Vortrag PDF / 87 KB und Präsentation PDF / 195 KB
Pierre Portas, Sekretariat des Basler Übereinkommens, UNEP - Vortrag PDF / 71 KB