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Abfallwirtschaft

Beitrag der Abfallwirtschaft zur nachhaltigen Entwicklung in Deutschland - Teilbericht Siedlungsabfälle

Letzte Änderung: 10.08.2010

Schautafeln
Quelle: IFEU-Studie Haushaltsabfälle i.A. von BMU/UBA, April 2005

Verkleinerte Darstellung - Per Mausklick öffnen Sie die Grafiken in Originalgröße:

Primärenergieaufwand
Grafik/Folie ”Primärenergieaufwand” – Die durch Haushaltsabfälle bedingte Einsparung an Energieträgern wird von 30 Millionen Gigajoule im Jahr 1990 auf 203 Millionen Gigajoule zum Jahr 2020 ansteigen. Etwa drei Viertel der Energieeinsparung sind bei der Energienutzung bei der Abfallverbrennung bedingt, etwa ein Viertel durch stoffliche Verwertung.

CO2-Bilanz
Grafik/Folie ”CO2-Bilanz” – Im Jahr 1990 verursachten Haushaltsabfälle Klimagase in Höhe von 25,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Im Jahr 2004 überwog der Einspareffekt. Die Abfallwirtschaft wird die Umwelt im Jahr 2020 um 7,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente entlasten.

Methanemissionen
Grafik/Folie ”Methanemissionen” – Im Jahr 1990 betrug die jährliche Methan-Emission aus Deponien 26,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, im Jahr 2004 waren es nur noch 4 Millionen CO2-Äquivalente. Im Jahr 2020 wird dieser Wert nur noch 0,01 Millionen CO2-Äquivalente betragen.

Abfallmenge
Grafik/Folie ”Abfallmenge” – Die Menge der Abfälle aus Haushaltungen stieg zwischen 1990 und 2002 von etwa 39 Millionen Jahrestonnen auf etwa 42 Millionen Jahrestonnen. In den Jahren 2003 und 2004 konnte ein Rückgang der Menge der Abfälle aus Haushaltungen auf wiederum 39 Millionen Jahrestonnen verzeichnet werden. Zum Vergleich: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt,stieg zwischen 1990 und 2004 um 20,4 Prozent an.

Abfallverwertung spart Energie
Grafik/Folie ”Energiesparen” – Die durch stoffliche Verwertung eingesparte Energie betrug im Jahre 1990 8.350 Gigajoule, im Jahre 2004 64.000 Gigajoule. Letzteres entspricht der Energiemenge, die pro Jahr von 440.000 Bundesbürgern verbraucht wird. Die stoffliche Verwertung von gebrauchten Leichtverpackungen und von Altpapier liefern hierzu den größten Beitrag, in etwas geringerem Maße auch die stoffliche Verwertung von Altglas und Metallschrott.

Müllverbrennung
Grafik/Folie ”Müllverbrennung” – Der Schadstoffausstoß aus Müllverbrennungsanlagen betrug vor 1990 pro Kubikmeter Abgas: 350 Milligramm Stickoxide, 690 Milligramm Schwefeldioxid, 175 Mikrogramm Cadmium, 12 Mikrogramm Quecksilber, 10 Nanogramm Dioxin-Äquivalent. Heute beträgt der Schadstoffausstoß einer mittleren Müllverbrennungsanlage pro Kubikmeter Abgas: 60 Milligramm Stickoxide, 1,3 Milligramm Schwefeldioxid, 1,4 Mikrogramm Cadmium, 0,1 Mikrogramm Quecksilber, 0,01 Nanogramm Dioxin-Äquivalent.

Emissionen
Grafik/Folie ”Emissionen” – 1990 wurden 6 Millionen Tonnen Haushaltsabfälle in Müllverbrennungsanlagen behandelt. Dies führte zu folgenden Jahresfrachten: 10.000 Tonnen Stickoxide, 20.000 Tonnen Schwefeldioxid, 5.000 Kilogramm Cadmium, 350 Kilogramm Quecksilber, 290 Gramm Dioxin-Äquivalent. 2004 ergaben sich bei einer Verbrennung von 11 Millionen Tonnen Haushaltsabfälle folgende Jahresfrachten: 2.500 Tonnen Stickoxide, 68 Tonnen Schwefeldioxid, 64 Kilogramm Cadmium, 5 Kilogramm Quecksilber, 0,2 Gramm Dioxin-Äquivalent.

Rohstoffquelle
Grafik/Folie ”Rohstoffquelle” – Auf dieser Folie wird in einem Tortendiagramm dargestellt, woraus der Haushaltsabfall in Deutschland besteht: 24 Prozent Papier; 1,4 Prozent Metalle; 10 Prozent Glas; 30 Prozent Bioabfälle; 4 Prozent Textilien, Leder, Gummi und Verbundstoffe; 13 Prozent Verpackungen inkl. Kunststoff; 2,1 Prozent Windeln; 7 Prozent Sperrmüll; 8,6 Prozent Rest (Feinmüll, mineralische Abfälle, Sonstige).

Wertstoffe „Mülltrennen macht Sinn:”
Grafik/Folie ”Wertstoffe” – Diese Grafik vergleicht die getrennte Sammlung von Haushaltsabfällen zwischen den Jahren 1990 und 2004. 1990 wurden 13 Prozent oder 5 Millionen Tonnen getrennt gesammelt, 87 Prozent oder 34 Millionen Tonnen wurden als Restmüll beseitigt. 2004 wurden 56 Prozent oder 23,4 Millionen Tonnen getrennt gesammelt, 44 Prozent oder 18 Millionen Tonnen wurden als Restmüll beseitigt.

Glasverwertung
Grafik/Folie ”Glasverwertung” – 3,1 Millionen Tonnen Altglas werden jährlich aus Haushaltsabfällen verwertet, dadurch werden 3,3 Millionen Tonnen Mineralien ersetzt.

Kreislaufwirtschaft
Grafik/Folie ”Kreislaufwirtschaft” – In dieser Folie werden graphisch die wichtigsten Gründe zum Rückgang der aus Haushaltsabfällen stammenden Treibhausgasemissionen dargestellt. 1990 lagen diese bei über 25 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Die Entlastungen betrugen nur etwa 4 Millionen CO2-Äquivalente. Im Jahr 2004 lagen sowohl Be- als auch Entlastungen bei etwa 14 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Im Jahre 2020 wird die jährliche Entlastung etwas mehr als 20 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, die Belastung dagegen nur noch etwa 13 Millionen Tonnen betragen. Ein wesentlicher Grund ist der Rückgang der Emissionen aus Deponien, daneben spielen auch die Effekte der zunehmenden stofflichen und energetischen Verwertung eine wichtige Rolle.

Eisenschrott
Grafik/Folie ”Eisenschrott” – Durch die Verwertung von 460.000 Tonnen Eisenschrott werden 1,07 Millionen Tonnen Eisenerz ersetzt.

Altpapier
Grafik/Folie ”Altpapier” – Durch die Verwertung von 7,7 Millionen Tonnen Altpapier werden 28 Millionen Tonnen Holz ersetzt.

Wertstoffe „Mitmachen bringt’s:”
Grafik/Folie ”Wertstoffe” – Diese teilen sich wie folgt auf: 1990 2 Millionen Tonnen Bioabfälle, 2004 8 Millionen Tonnen Bioabfälle; 1990 1,6 Millionen Tonnen Papier, 2004 7,7 Millionen Tonnen Papier; 1990 1,3 Millionen Tonnen Glas, 2004 3,1 Millionen Tonnen Glas; 1990 0 Tonnen Verpackungen, 2004 4,7 Millionen Tonnen Verpackungen.

 

 

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